KG-INNERE         




Warum Bewegung

- Selbsteinschätzung, auf Körpersignale achten
- Selbstbewußtsein steigern
- Körper aufbauen
- sich wohl fühlen, Spaß haben



MAN KANN TRAINIEREN

- Koordination
- Beweglichkeit, Elastizität
- Kraft
- Ausdauer


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            $$                                      $$
            $$ DER BESTE REIZ IST DER MITTELSTARKE  $$
            $$                                      $$
            $$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$



MOTIVATION

Leistungssport = Ruhm, Geld
Wettkampfsport = Selbstbestätigung
Trimm Dich     = Alibifunktion
Schulsport     = Körperentdecken, Zwang



DIE WIRKUNG VON BEWEGUNG AUF DEN MUSKEL

- Durchblutung
- Kräftigung
- Steigerung der Geschicklichkeit (Zusammenspiel)


DIE WIRKUNG VON BEWEGUNG AUF DEN KNOCHEN

- Kräftigung
- verbesserter Ernährungszustand

DIE WIRKUNG VON BEWEGUNG AUF GELENKE

- Beweglichkeit bleibt länger erhalten
- bessere Trophik der Gelenkkapsel



DIE WIRKUNG VON BEWEGUNG AUF DEN STOFFWECHSEL

- Verbrennung wird gesteigert
- Rückstände werden besser abgeführt




MAN ÜBT:        VOM LEICHTEN       ZUM SCHWEREN

                VOM ALTEN          ZUM NEUEN

                VOM EINFACHEN      ZUM KOMPLEXEN







                           DIE ATMUNG


Atemorgane:    

- obere Luftwege
  Nasennebenhöhlen, Rachenraum, Luftröhre, Bronchen
  Aufgabe: aufwärmen, säubern, anfeuchten

- Lunge (Fläche ca. 80 - 100 m2)
  Bronchen, Bronchiolen (2 mm), Lungenbläßchen -> Alveolen (0,4 mm)
                                                  
  Alveolen (ca. 300 Millionen) sind von Blutgefäßen umschlungen           

- Atemmuskulatur
  Zergfell, Brustkorb


Aufgabe: Sauerstoff an das Blut bringen
         Kohlendioxid abbauen


Ein Atemzug ca. 500 ml in Ruhe
Atemfrequenz ca. 12 Atemzüge pro Minute in Ruhe
Atemvolumen pro Minute ca. 5-6 Liter in Ruhe

Bei Belastung Atemvolumen bis 100 Liter pro Minute


Herzvolumen auch ca. 5 Liter in Ruhe
        aber nur ca. 20 -30 Liter bei Belastung

Sauerstoffbedarf ca. 0,2 - 0,3 Liter pro Minute in Ruhe


Atmung durch:  Muskelkräfte und elastische Kräfte

Zwergfellatmung (Bauchatmung)

Einatmen => Zwergfell unten => Unterdruck
Ausatmen => Zwergfell oben  => Überdruck

PLeuraraum => zwischen Lungenfell und Rippenfell, Flüssigkeitsgefüllt

erhöhter Atemwiderstand durch: Verengung der Bronchen (Asthma)
                               erhöhten Elastischen Widerstand 
                               (Übergewicht) 

Der Durchmesser der Bronchen ist bei Einatmung => weit
                                     Ausatmung => eng
   
             Die Atmung hängt eng mit dem Gefühlsleben zusammen  


Aufgabe: lernen die Atmung nicht zu blockieren
         - Balance finden, aufrecht sitzen
           => kurze Muskulatur dehnen
           => schwache Muskulatur kräftigen

         - Entspannung lernen, eigenen Atemrythmus finden


Einatmung => aktiver Teil => Energie aufbauen

Ausatmung => entspannter Teil => Spannung abbauen   


Gähnen  ==> Dehnung der verkürzten Atemmuskulatur => Entspannung
Seufzer ==> Dehnung, verstärkte Entspannung


Spontanatmung - Reflexatmung

- langsame Ausatmung
- Pause
- Einatmung kommt von selbst
- Pause


Bewußtatmung

- tiefe Einatmung




                         ATEMMUSKULATUR


EIN:      - Zwergfell - Diaphragma
          - Zwischenrippenmuskel außen - M. intercostales externi
          - Halsmuskulatur - M. scaleni
                             M. sternocleidomastoideus


AUS:      - Bauchmuskel gerade - M. rectus abdominis
          - Bauchmuskel schräg - M. obliquus internus abdominis
          - Bauchmuskel quer   - M. transversus abdominis
          - Zwischenrippenmuskel innen - M. intercostales interni
          - elastische Kräfte

               AUSDRUCKSATEMFORM (unter Spannung) 


- normale Atmung (500 ml)
- Seufzer
- Atemmittellageschwankung
- Hyperventilation
- Tachypnoe (schnelle Atmung)

Klinische Zeichen

- kosto-sternale Atembewegung (Brustatmung) (Bauch - kosto-abdominale)
- nicht durchatmen können
- Seufzer
- Hyperventilation + hohe Atemfrequenz


Vitalkapazität  = nach maximaler Inspiration
                  maximale Expiration ==> Luftmenge 4-5 Liter

Rest = Residualvolumen = 1,5 Liter

Funktionelle Residualkapazität  = Atemruhelage bis 0
   klein  im Liegen               was nach normaler Ausatmung bleibt
   größer im Stehen



Totraum ca. 150 ml


Normale Atmung    (500-150)ml x 12/min = 4200 ml/min

schnell, flach    (250-150)ml x 24/min = 2400 ml/min

Hyperventilation  (1000-150)ml x 6/min = 5100 ml/min 



Bei extremer Ausatmung (+Muskelkraft) entsteht im Pleuraraum 
und im Mediastinum ein Überdruck (normal Unterdruck) und ein erhöhter
Reibungswiederstand in den Bronchen



               ERFORDERNISATEMFORM BEI RESRTIKTION


Atemlage            relativ normal

Atemvolumina        kleiner

Atemfrequenz        höher

elastische Widerstände erhöht 

Totale Lungenkap.   kleiner

Vitalkapazität      kleiner

Atemminutenvolumen  größer => weil durch Totraum weniger verwertbar


Klinische Zeichen

- mäßig erhöhte Atemarbeit
- stark erhöhte Atemfraquenz bei Ruhe und Belastung
- kleine Atemzüge
- geringe Ruhedyspnoe   Dyspnoe = Kurzluftig
- starke Belastungsdyspnoe (hohe Totraumventilation)
- geringe Differenz Einatmung/Ausatmung bei Umfangsmessung


               ERFORDERNISATEMFORM BEI OBSTRUKTION  (Asthma)


Atemmittellage      erhöht (weil Bronchen dann weiter)

Strömungswiderstände erhöht 

Bronchen eng wegen: - Spasmus
                    - Ödem
                    - Hyperkrinie (Überproduktion von 
                                   Bronchenflüssigkeit)
                    - Dyskrinie

Klinische Zeichen:

- erhöhte Atemarbeit
- Ruhedyspnoe/Belastungsdyspnoe
- langsame Atemfrequenz
- Atemnebengeräusche
- Inspiratorisches Einsinken der Interkostalräume
- Aufrechte Position bei Ruhedyspnoe
- Zwergfell - Thoraxwand - Antagonismus


Pressatmung:  - Ausatemmuskulatur arbeitet isometrisch
              - Luftröhre wird aber geschlossen
Grundlagen    - Druckerhöhung Thorax, Lunge, Alveolen
Bd I          - kein weiteres Blut in die Lunge
Seite 55      - Blutstau im Kopf
              - Blutdruck steigt
              - wenn kein Blut mehr => Erhöhung Herzfrequenz
                                       Blutdruck sinkt

==> nach Pressatmung vermehrte Herzrythmusstörungen  


Schwerkraft:  - im Stehen ist die Lunge im unteren  Teil  besser 
                durchblutet  
                 => Bronchien unten enger =>  Luftdurchgang  oben 
                                              leichter

                 => bei flacher Atmung keine Luft in den unteren
                    Bereichen


               -  im  Liegen  weniger  Lüftung  in  den  hinteren 
                  (unteren) Lungenbereichen
                  => Nährboden für Pneumonieerreger
                     deshalb auchmal auf der Seite lagern
                     hinsetzen
                     bewegen (Arme im Liegen)

Bronchen:     Abfluß des Bronchiensekret durch Ausnutzung der 
              Schwerkraft => verschiedene Lagerungsarten

Bauchblase:   Das Diaphragma ändert durch den Druck der Bauch-
              blase seine Lage
              Seitenlage links => Diaphragma links höher
              => verkleben des Pleuraspaltes
              => öfter umlagern


         AUSNUTZEN DER SCHWERKRAFT UM LEICHTER ZU ATMEN
                  Leichter Atmen   Seite 18/19


1) Sitz vor Tisch, Arme und Kopf auf Kissen auf Tisch

2) Kutschersitz, auf Stuhl vorbeugen, Ellbogen auf Knie

   Vorteil: Keine Haltearbeit der Stützmuskulatur
            Der Schultergürtel muß beim einatmen nicht angehoben
            werden
            Keine enge Hose => viel Platz für Bauch, Scherkraft 
                               hilft

3) Sitz auf Boden, Hände hinter Gesäß aufstützen (für Dicke)




    HUSTENREFLEX



ausgelöst durch Hustenrezeptoren in der Bronchialwand
wenn sie berührt werden, entweder von Sekret oder gegenüberlie-
gender Wand folgt Hustenreflex


Reizhusten verhindern: - kürzer Atmen nach tiefer Einatmung
                       - trinken
                       - gegen die Lippen husten

Hustenreflex auslösen: - künstlich husten
                       - leichtes Husten => erst Ausatmen
                                            dann Husten



Atmen lernen: - Bewegung mit Handkontakt spüren
              - ohne Handkontakt spüren
              - Bewegung vergrößern

ASTE:  - RL Hand auf Bauch
       - RL Hand seitlich Bauch
       - RL Hand unter Taillie
       - BL
       - Sitzen
       - Seitlage
     TRAININGSLEHRE




- Systematisierung von Gesetzmäßigkeiten
- Organ das Leistung bringen soll muß üben
- Zustand des Organs ist abhängig von Art und Umfang des Übens

- Reiz       => katabole Phase  (Abbau)
- Reiz Ende  => anabole  Phase  (Aufbau)
- Pause      => Superkompensation

- die einzelenen Phasen sind abhängig von Ausgangslage und
  Veranlagung des Körpers
- für die Stärke eines Reizes ist das schwächste Glied der 
  beanspruchten Kette ausschlaggebend

- schnelle Anpasung im VNS, Herz/Kreislauf, Muskel
- langsame Anpassung der Gelenkstrukturen wegen schlechter
  Ernährung/Durchblutung

- Reiz ist abhängig von:  - Intensität => Qualität
                          - Reizdauer  => Quantität
                          - Pausendauer
                          - Wiederholungszahl
                          - AZ, EZ
                          - Trainingsfrequenz

- Leistungsfähigkeit => max. Fähigkeit => Abbau

- Belastbarkeit      => Fähigkeit ohne Gefahr für den Patienten
                     => Aufbau

- für Patienten besserwenigen Qualität aber mehr Quantität
- lange üben mit wenig Belastung
- der mittelstarke Reiz führt zur Belastungssteigerung
- starker oder zu schwacher Reiz => Abbau
- mittelstarke Reize werden oft als sehr leicht empfunden
- auf den Körper hören

- pulsierend trainieren => 3 Wochen lang jede Woche steigern
                        => 1 Woche etwas leichter
                        => dann wieder steigern

 ORGANSPEZIFISCHE REIZE




Gelenkknorpel       Druck und Zug => verbesserte Ernährung
                    nach 10 min Bewegen ist der Knorpel um 
                    ca. 10% dicker
                    er braucht ca. 3 Stunden Bewegung am Tag

Kapsel und Bänder   Zug und Entlastung => verbesserte Ernährung
                    bleiben elastisch
                    keine DB der Kasel bei max. Dehnung

Knochen            achsengerechter Druck

Muskel              Kontraktion mit mehr als 30% der max. Kraft

Muskelausdauer      lokale => weniger als 1/7 der Skelettmuskulatur
                    aerobe => 50-70% der kardiopulmonalen
                              Leistungsfähigkeit
                dynamische => Wechsel Spannung - Entspannung
                  Ausdauer => viele Wiederholungen auch Intervalle

Koordination        ständige Wiederholung

Arterien            dynamisches Bewegen, aerob oder anaerob

Venen               wie Arterien, aber nur aerob

Zunahme von Kapillaren   aerobes Ausdauertraining

adäquater Reiz zur vorübergehenden Kapillarisierung (Vasodilatation)

- schnelles Bewegen über 1 Minute => Arbeitshyperämie
- Isometrie mit mehr als 50% => keine Durchblutung
                                dann lösen und hängen lassen
                                reaktive Hyperämie
- Bildung von Lactat (Milchsäure) ist für die Gefäßweitstellung
  verantwortlich

wenige Sekunden     anaerob   alactasi   energiereiche Phosphate ATP
                                         zur Energiegewinnung

1-2 Minuten         anaerob   lactasi    Zucker ohne Sauerstoff
                                         zur Energiegewinnung
                                         mit Michsäurebildung

ab 3-5 Minuten      aerob                Zucker mit Sauerstoff
                                         zur Energiegewinnung
                                         ohne Milchsäurebildung


adäquater Reiz um einen Kollaps zu verhindern

- Sympaticus anregen => aktives Bewegen
                        Isometrie mit 20-30%
                        Beine wickeln => passive Maßnahme


        KONDITION



- Gesamtverfassung des Körpers

adäquater Reiz für das Herz/Kreislaufsystem

allgemeine   => mehr als 1/7 der Skelettmuskulatur
aerobe       => 50-70% der kardiopulmonalen Leistungsfähigkeit
dynamische   => Wechsel zwischen Spannung - Entspannung
Ausdauer     => Kurzzeit   => mindestens 3 Minuten
                mittel     => 10 Minuten
                Langzeit   => über 30 Minuten


Messbar durch       - Puls 180 - Lebensalter (Ältere u. P. 90-120)
                    - Atemfrequenz 25-30 => Schwelle aerob/anaerob
                    - richtiger Bereich => etwas anstrengend
                    - Lactatgehalt im Blut ca. 3,4 mmol
                      => 50-70% KPL


                 Anpassung durch Ausdauertraining

- Ruhepuls sinkt => Puls niedriger bei gegebener Belastung
                    bessere DB des Herz bei der Diastole
- peripherer Widerstand sinkt => Blutdruck sinkt
- bessere Sauerstoff Ausnutzung
- Zuwachs Mytochondrien
- besserer Abbau von Lactat
- Stresshormone werden abgebaut
- Viskosität des Blutes wird verbessert => weniger Thrombosen
- Zuckerspiegel => Triglycerine werden gesenkt
- günstiger Einfluß auf den Fettstoffwechsel
  weniger Cholesterin LDL (schlechtes)
  mehr    Cholesterin HDL (gutes)
- weniger Herzinfarkte
- Wohlbefinden durch Bildung von Endophinen 
  => Hormon ähnlich dem Morphium
- verbesserter EZ z.B. Bandscheiben


                            Im Wasser

- Puls niedriger um 10-15%
- Vitalkapazität niedriger um 9-10%
- Blut vermehrt im Körperkern
  => vermehrte Herzrythmusstörungen bei Herzpatienten
- Herzbeschwerden werden im Wasser später erkannt
- Wirkungsgrad 0,5 - 7% (Laufen, Radfahren ca. 22%)


                     Ausdauertraining Laufen

- 3 x Woche, 30-45 Minuten
- Adaptationsphase    => einige Wochen (Buchführen)
- Aufbauphase         => einige Monate
- Stabilisationsphase => nach ca. 1 Jahr
- Strecke => 1 Jahr nur flach (auch nicht bergab)
- vorher Lockerungübungen
- 14 Tage lang   => 30 Minuten Gehen
- 14 Tage lang   => 3 Minuten Laufen, 7 Minuten Gehen => 3 x
                 => Lauftempo wie Gehen
- pro Woche      => 1 Minute mehr Laufen
                 => 1 Minute weniger Gehen
- nach 3 Monaten => 14 min Laufen, 2 min Gehen, 14 min Gehen
- 8-10 min pro Kilometer
- viel trinken, mehr als Durstgefühl


                            Radfahren

- kein Gegenwind, Sandweg, Berg
- möglichst kein Ergometer


                            Skiwandern

- hoher Freizeiwert
- leicht zu lernen
- mehr gehen als laufen
- evtl. Höhenluft beachten


    TRAININGSMETHODEN



Dauermethode        kontinuierliche Belastung

Intervallmethode    intermittierende Belastung


                         Dauermethoden       

Kurzzeit => 3 min
Mittel   => < 10 min
Langzeit => > 30 min

Circuittrainng 

mehrere Übungen für verschiedene große Muskelgruppen

Test   1. Übung => 1 Minute => Anzahl Wiederholungen zählen
       Pause 2-3 Minuten
       2. Übung => 1 Minute => Anzahl Wiederholungen zählen
       Pause 2-3 Minuten  u.s.w.


Training  50% vom Testergebniss
          aber alle Übungen werden hintereinander ausgeführt
          dann erst Pause 2-3 Minuten
          evtl. wiederholen


Wechselmethode

Laufen oder Radfahren mit unterschiedlichen Geschindigkeiten


                        Intervallmethoden

Extensives Intervalltraining

- niedrige Intensität, lange Dauer (60 sec)
- kurze Pause => hohe Reizdichte
- Gesamtzeit ca. 6 min


Intensives Intervalltraining

- hohe Intensität, kürzere Dauer
- lange Pausen => niedrigere Reizdichte
- Gesamtzeit ca. 3 min


15/15 Training nach Wirhäeus

- 15 sec Belastung => Energie freisetzen
- 15 sec Pause     => Energie für Aufbau nutzen
- anaerob
- Gesamtzeit 15-30 min
- Herzpatienten, AVK
- Gehen, Traben, Hockergymnastik
                   Allgemeiner Trainingsaufbau


Aufwärmen           - zur psychischen und pysischen Vorbereitung
                    - Muskelspannung ausgleichen (Schütteln)
                    - Muskelstoffwechsel anregen (Dynamik)
                    - Dehnung => Bewegungsbahnen öffnen
                    - Nervenleitgeschwindigkeit erhöhen
                    - lockern der Gelenke


Hauptteil           - 15/15
                    - oder irgendeine ander Trainingsform


Ausklang            - Körperfunktionen normalisieren
                    - lockern
                    - schütteln
                    - pendeln
                    - Entspannung
                    - Dehnen => beseitigen von Kontraktionsrückständen





                  Motorische Hauptbewegugsformen


- Ausdauer
- Flexibilität
- Kraft
- Koordination
- Schnelligkeit


       FLEXIBILITÄT



Eingeschränkt durch: - Streckreflex
                     - innere Anspannung, Verkrampfung
                     - Bindgewebe im Muskel gibt erst nach 
                       6 sec nach, am besten bei 390 C
                     - Gelenkkapsel, Bänder
                     - Knochen

Dehnen   Muskeln => passiv, länger anhaltend
         BGW     => strecken/lösen => aktiv

         aktive Dehnung  => durch Antagonist
         passive Dehnung => durch Schwerkraft

         Geschmeidigkeit => Beweglichkeit mit Koordination


Warum    - damit man sich wohler fühlt
         - Kräfte sparen
         - Leistungsteigerung
         - Sicherheitsraum (man kommt nicht so schnell in Bereiche
                            die Kapsel und Bänder belasten)
           Verletzungsschutz auch durch besseren EZ
         - Kontraktionsrückstände von 5-12% des Bewegungsausmaß
           werden abgebaut
         - Entspannung
         - Fehlbelastung vermeiden
           (Hohlkreuz durch Iliopsoas Verkürzung)


Wie      - Aufmerksam => Muskel spüren
         - keine Schmerzen => nur kitzeln, ziehen
         - weiches Arbeiten
         - richtiges Tempo
         - entspannte Atmosphäre (niedriger Grundtonus)
         - entspannte Muskulatur => ASTE
         - ein Gelenk nach dem anderen
         - Nachdenken
         - keine Überstreckung
         - genußvoll


Wann     - in der Aufwärmung
         - im Ausklang
         - Zweckgymnastik
         - nach Verletzungen


      KOORDINATION



Zusammenspiel ZNS mit der Muskulatur

intramuskulär  => innerhalb eines Muskels

intermuskulär  => zwischen mehreren Muskeln

motorische Einheit  => Nervenzelle, Muskelfaser

feinmotorisch  => eine Nervenzelle innerviert 10 Muskelfasern (Auge)

grobmotorisch  => eine Nervenzelle innerviert 500 - 1000 
                  Muskelfasern (Oberschenkel)

ab 50-60 Jahren sterben Nervenzellen => weniger Muskelkraft

einfach Koordination   => ein Gelenk

vielfach Koordination  => mehrere Gelenke

gute Koordination   => wenn im richtigen Moment die richtige
                       motoriche Einheit anspringt

Lernen von Koordination  => grob   Form (eckig)
                         => fein   Form (fließend)
                         => feinst Form (in Praxis umsetzbar)

- grob Form verbraucht mehr Energie weil auch der Antagonist
  stark arbeitet
- bei der fein Form wird die Aktivität des Antagonisten geringer,
  damit sinkt auch der Energieverbrauch

Üben von Koordination    - ständige Widerholung => Einschleifen
                                                => Ganzheitsmethode
                         - Bewegungsmuster teilen => einzeln üben
                                                  => motorische Reihe
                         - vormachen, nicht so viel reden
                         - loben, aber auf Fehler achten
                         - nicht zu viele Aufgaben gleichzeitig
                         - vom Leichten zum Schweren
                         - vom Einfachen zum Komplexen
                         - vom Bekannten zum Unbekannten


          KRAFT



- use it, or loose it
- 1 Woche Inaktivität => bis zu 25% Kraftverlust
- weiße Muskelfasern => schnell, arbeiten nur kurz
- rote Muskelfasern  => langsam. arbeiten länger

Übung   1-3   mal  => 100% der max. Kraft
        5-7   mal  => 80%  
        10    mal  => 60%
        15-20 mal  => 40%


Probleme bei 80-100%     - Pressatmung
                           Druckanstieg Brust- und Bauchraum
                           weniger Blutrückfluß in Herz/Lunge
                           erhöhte Pulsfrequenz
                           Blutdruck fällt, steigt, fällt
                           Ohnmacht durch Sauerstoffmangel im Hirn
                           hinter Herzrythmusstörungen


Hypertrophie        => 50-70% für 5-10 sec => 5 mal
                    => 100%   für 1-3  sec => 5 mal


Muskelmasse und Muskelkraft   

=> 30-40% Zuwachs der dynamischen Muskelkraft in 1-2 Wochen
   durch verbesserte Koordination und Technik
=> kein Zuwachs der statischen Muskelkraft


Wie trainieren      - dynamisch
                    - Aufwärmen + Adaptation (lockern)
                    - regelmäßig
                    - Steigerung => an Sehnen, Bänder, Kapsel denken
                    - Muskel finden, beschreiben, fühlen
                    - richtiges Tempo, aber auch variieren
                    - vielseitig => Muskelbalance
                    - Muskelgruppen variieren


               Leistungsfähgkeit und Belastbarkeit


Leistungsfähigkeit     => bis zum Umfallen

Belastungsfähigkeit    => zumutbare Leistung (Patienten)


Üben          => keine morphologischen Veränderungen

Trainieren    => Leistungssteigerung mit morphologischen
                 Veränderungen (Muskelwachstum)




                      Allgemeine Grundlagen


Folgende Prinzipien werden der KG zugrunde gelegt

- Prinzip der allmählichen Belastungssteigerung
- Prinzip der Individualität
- Prinzip des systematischen Trainingsaufbau
- Prinzip der Vielseitigkeit
- Prinzip der Superkompensation



                   Auswirkungen von Inaktivität

6 Wochen liegen => Belastung 50W => Puls vorher 120
                                 => Puls hinterher 170

3 Wochen liegen => die Kondition sinkt um 30%
                => kann bei schlecht Trainierten in 1 Woche
                   wieder erreicht werden
                => bei gut Trainierten in 35 Tagen

1 Woche liegen => die Muskelkraft sinkt um 25%
 


     GRUPPENTHERAPIE




- mehr Patienten in weniger Zeit
- höhere Motivation, Leistungsbereitschaft
- besser für Spiele
- mehr Spaß
- Erfahrungsaustausch mit anderen



Wie      deduktiv  => vorsagen, vormachen
         induktiv  => Selbsterfahrung



                              Ziele

- im motorischen Bereich (Ausdauer, Kraft, Koordination, Flexibilität)
- im Wahrnehmungsbereich (affektiver Bereich)
  => Oberflächen- und Tiefensensibilität, Selbsteinschätzung,
     Gefühl für adäquate Belastung, Freude am Bewegen
- im sozialen Bereich => andere kennenlernen
- im theoretischen Bereich (kognitiver Bereich)
  => warum, wie



Warum Patienten informieren

- mehr Motivation
- Vorbeugung


Worüber Patienten informieren

- Entstehung der Krankheit
- Lebensgewohnheiten
- Stundenaufbau und langfristige Behandlungsplanung
- Erwartungen Patient und Therapeut
- Fehlinformationen richtig stellen


Wie Patienten informieren

- Wiederholen, kontrollieren was er begriffen hat
- Broschüre verwenden
- Angehörige einbeziehen
- Sprachgebrauch anpassen
- dramatisieren vermeiden
- optimistische Haltung



                       Unterichtsprinzipien


1) Anschaulichkeit => wenig reden, viel üben
2) Bewußtheit      => Sinn, Wirkung, Verbesserungen erkennen
3) Differenzierung/Individualität
4) Planmäßigkeit   => nicht am Plan kleben
5) Vielseitigkeit  => alle motorischen Ziele, mehrere Geräte
6) Selbsttätigkeit => Patient in Entscheidungen mit einbeziehen



Übungsanweisungen   - vormachen (viel)
                    - erklären (wenig)
                    - Signalworte (kurz)
                    - Korrektur (positiv, nicht einzeln)


Organisation        - Geräte
                    - Raum
                    - Sicherheit (Schmuck)


Übungsanordnung     - vom Leichten zum Schweren
                    - vom Bekannten zum Unbekannten
                    - vom Einfachen zum Komplexen
                    - Muskelgruppen wechseln
                    - zwischendurch auch lockern
                    - allmähliche Belastungssteigerung



    VENENERKRANKUNGEN




- häufigste chronische Erkrankung
- 80% der Menschen über 60 haben Varizen
- Schwäche des BGW und der glatten Muskulatur in der Gefäßwand
- begünstigt durch Bewegungsmangel
- Bewegung kann nicht heilen aber lindern
- in tiefen Venen bilden sich Thrombosen
- oberflächliche Venen bilden Varizen
- zwischen tiefen und oberflächlichen Venen bestehen Verbindungsvenen
- elastische Wände, Klappen
- Schwäche  => schwere Gefühl
               müde Beine
               angeschwollene Füße/Beine
               Hauternährungsstörungen, offene Beine
               Venenentzündungen


schlecht für Venen  - Stehen
                    - Sitzen
                    - abschnüren
                    - Wärme

gut für Venen       - Laufen
                    - Liegen
                    - kalte Güsse
                    - hochlagern

üben     - allgemeines dynamisches Bewegen
         - Beweglichkeit Fußgelenk
         - Kraft der Bein-, Wadenmuskulatur
         - Koordination => Abrollen


wie üben            - regelmäßig
                    - unter der Ausdauerleistungsgrenze => aerob
                    - mittelstarke Intensität
                    - einfach







- 85% des Blutes in Venen, Rest in Arterien
- in den Beinen versacken bis zu 800 ml Blut bei Varizen
- bei einmal Wadenheben werden bis zu 300 ml pro Bein zurück gepumpt
  => Muskel-Gelenk-Pumpe


Venentonus     beinflußt den Rücktransport
               Tonus niedrig => warm
                                Überdehnung durch langes Stehen
                                viel Östrogen
                                viel Lactat (Muskelermüdungsgift)
               Tonus hoch    => Muskeltonus hoch
                                Sympatikus hoch


Energie der Arterien    fördert den venösen Rückstrom

Hochlagern  um 15 cm verdoppelt die Rückflußgeschwindigkeit

Atmung  beeinflußt Rücktransport 
        (Vena cava wird durch Druckschwankungen beeinflußt)



Druck in Venen im Fuß    Stehen => 100 mm/Hg
                         Sitzen => 50  mm/Hg
                         Liegen => 11  mm/Hg


                            Trombose

Ursachen: - Schädigung der Gefäßwand (Intima)
          - Blutstromgeschwindigkeit verlangsamt
          - Blutzusammensetzung verändert 
            (Gerinnungsbereitschaft erhöht)


Thrombophlebitis (oberflächlich)

- in Leitvenen
- erkennbar an Entzündungszeichen
- harter Venenstrang tastbar
- keine Lungenembolie => Thrombos wandständig (wandert nicht)

  Therapie     - Entzündungsbeseitigung (Salbe)
               - Wachstumsverhinderung (Kompression)
               - Schmerzerleichterung (Bewegen)


Phlebothrombose (tief)

- Schwellung, Schmerzen in Ruhe und in Bewegung
  verstärkte Schmerzen bei DExt => Homann'sches Zeichen
- Gefahr der Lungenembolie durch abgelösten Thrombus
- Spätschäden => chronisch venöse Insuffizienz  

  Therapie     - Medikamente zur Blutverflüssigung
               - Hochlagern
               - Ruhe
               - Kälte
               - zur Mobilisation Bein fest wickeln
                 Achtung Todesgefahr
               - im Bett keine ruckartigen Bewegungen
               - keine extreme Atmung


  Vorbeugen    - Schuhe
               - Kompressionsstrumpf => Widerlager für Muskelpumpe
               - Wärme vermeiden
               - abschnürende Kleidung vermeiden
               - Übergewicht vermeiden
               - kalte Güsse
               - Bewegung


                               AVK  

- Schaufensterkrankheit, Raucherkrankheit
- periphere arterielle Verschlußkrankheit
- Faustschlußprobe => wie Ratschow
- Allantest => A. radialis und ulnaris dichtdrücken, Arm hoch, pumpen
               Arm runter, eine Arterie öffnen => DB => OK
- 25-30% der cerebralen DB-Störungen haben ihren Ursprung in
  extrakraniellen Gefäßabschnitten z.B. Carotisgabel
- Stiehl-Syndrom => Schwindel beim Bewegen des linken Armes
                    Stenose A. subclavius
                    Blut für Hand kommt aus Gehirn über A. vertebrae
- A. renalis für Nieren
- Aufgaben: Arterien   => Transport, Verteilung
            Aorta      => Windkesselfunktion
            Arteriolen => Druckregulation => peripherer Widerstand
            Kapilaren  => Diffusion
- Verschlußtypen: - Becken, OS, peripherer, Schultergürtel
- Aufteilung: obere Extremität  => 10% => 10% Schulter, 90% peripher
              untere Extremität => 90% => 35% Becken, 50% OS
                                          15% peripher
              Mehretagentyp möglich 
- Beckentyp hat oft Herzprobleme
  50% aller AVK-Patienten haben Herzprobleme

Ursachen       95% Arteriosklerose
               3 % Entzündungen z.B. Thrombenangitis

Ursachen der Arteriosklerose

- Fettstoffwechselstörungen => Herz
- Rauchen => BEine
- Hypertonie => Hirn
- sekundär: Diabetes mellitus, Gicht, Übergewicht, Bewegungsmangel
            Stress

Therapie       Gehtraining
               - erhöhte Kollateraldurchblutung ?
               - Umverteilung der Durchblutung ?
               - erhöhte enzymische Kapazität im Muskel
                 für Stoffwechsel => Lactat wegspülen
               => erhöhte Sauerstoff Extraktion
               => erhöhte Muskeldurchblutung
               => erhöhte Kapazität für aerobe Matabolismen
               => höhere Schmerztoleranz ?
               => veränderte Gehtechnik ?
               => erhöhte Gehtoleranz => in 9 Monaten => bis 300%

Geschichte     => 1889 Wilhelm Erb
                  1957 Foley/Lundberg
                  1964 Schoop
                  1966 Larsen und Lassen

                          Schweregrade
                         (nach Fontaine)

Stadium I    => symptomfrei
Stadium II   => claudatio intermittens (intermittierendes Hinken)
Stadium III  => nächtlicher Ruheschmerz
Stadium IV   => Gangrän



          prognostisch günstige Faktoren nach Bollinger

- positive Haltung
- kurze Anamnese
- Oberschenkeltyp
- nur einseitig
- gute hämodynamische Werte
- Bewegungsapparat OK
- Herz und Lunge OK



                       Therapie Stadium II

Voraussetzungen     - Diagnose => Verschlußtyp ?
                    - Anamnese => Sport ?
                    - Belastbarkeit => Kardiopulmonale-
                                       leistungsfähigkeit
                    - Gehstreckentest => Effektivitätskontrolle


Gehstreckentest     - 120/min => Grauzone des Schmerzes geringer
                    - 90/min  => wenn wenig belastbar oder
                                 orthopädische Probleme
                    - notieren => Initialschmerz => Trainingsgrenze
                    - notieren => relative Schmerzgrenze => Testende
                    - nicht bis zur absoluten Schmerzgrenze gehen
                    - Claudatio intermittens ist kurz vor der
                      relativen Schmerzgrenze
                    - Stoppuhr, Metronom
                    - vorher 2-3 min sitzen
                    - notieren => wo sind die Schmerzen (Arthrose ?)
                    - evtl. vorher/nachher Puls messen
                    - notieren => Schrittgröße
 

subjektive Schmerzskala  I   sehr wenig Schmerz
                         II  leichter Schmerz
                         III mäßiger Schmerz => relative Schmerzgrenze
                         IV  starker Schmerz
                         V   sehr starker Schmerz


- Umlagerungsübungen als Hausaufgabe (Hautdurchblutung)
- Gehtraining bis Initialschmerz => lockern, insgesamt 30 min
                                    gut aufwärmen
  falls die Strecke immer kürzer wird, wurde entweder die Schmerzgrenze
  überschritten oder die Pause ist zu kurz
  auch die Technik verbessern
- Pausen lernen ist sehr wichtig 2-3 min, lockern, dehnen, besser
  stehen als sitzen
- etwas Absatz am Schuh => Entlastung der Wade => Schonung




                    Therapie Stadium III + IV

- Ratschow (nicht bei infizierten Wunden)
  wenn bei runter mehr Schmerz als bei rauf 
  => wahrscheinlich entzündliche Probleme
- restliche Körperteile trainieren
  => Kraft, Flexibilität, Kondition
- Tieflage 20-30 cm
- Wärmeschutz => Watteverbände
- indirekte Erwärmung => konsensuell
- Dehnungen


                            Das Herz

Herzinfarkt-Geschichte

1900  =>  6-wöchige Bettruhe bis Narbe verheilt
1959  =>  Frühaufstehverfahren
          Armchairtreatment => sitzen im Sessel bis müde
                            => Entlastung weil weniger Blut zum
                               Herz zurück komt
1960  =>  Frühmobilisation
1968  =>  Mobilisationsschema der WHO



                           Herzinfarkt

Definition:    akute Komplikation einer chronischen
               progredienten Erkrankung

- Schockphase
- Reaktionsphase (bis 2 Monate)
- Rekonstruktionsphase (bis 1 Jahr)



                     Erkrankungen des Herzen

- sekundäre Herzbeteiligung bei Lungenerkrankungen
  z.B. Druckerhöhung im kleinen Kreislauf durch Lungenerkrankung
  => Hypertrophie rechtes Herz
- Hochdruckherz => Hypertrophie linkes Herz
- Koronargefäßsklerose => Arteriosklerose am Herz
- Kardiomyopathie => primäre Myokarderkrankung
- Fehler des Herzens oder der Klappen => endogene/exogene
- Entzündungen (Endo-, Myo-, Perikarditis)
- Pumpschwäche (Schock)
- Herzrythmusstörungen (gefährlich wenn linker Ventrikel schlecht
                        funktioniert)


                       Mortalität bei KHK

- stabile Angina pectoris   => 4% pro Jahr
- unstabile Angina pectoris => etwas über 4% pro Jahr
- akut/subakuter Infarkt    => in Stunden-Tagen 50%
                               im 1. Jahr 15%
                               nach 1 Jahr 6%


Infarkte pro Jahr in der BRD ca. 200.000

meißt: - Männer
       - Raucher
       - Bluthochdruck
       - hoher Cholesterinspiegel
       - 50 Jahre alt
       - bei Belastung Engegefühl in der Brust



                        Frühmobilisation

1. Stufe       strenge Bettruhe

2. Stufe       aufgelockerte Bettruhe

3. Stufe       aufgehobene Bettruhe


nicht transmoraler Herzinfarkt (nicht durch ganze Wand, rudimentär)

1. Stufe  =>  2-3 Tage
2. Stufe  =>  aufgehoben
3. Stufe  =>  bis zum 10.-20. Tag


transmoraler Herzinfarkt

1. Stufe  =>  2-5 Tage
2. Stufe  =>  bis zum  8.-14. Tag
3. Stufe  =>  bis zum 18.-28. Tag

je nach Kompikationen werden die Stufen individuell festgelegt


Therapie:   1. Stufe:    - bequem liegen
                         - Muskulatur entspannen
                         - bißchen tiefer Atmen, Nase ein, Mund aus

            2. Stufe     - sitzen/stehen
                         - einige Schritte im Zimmer
                         - 15/15
                         - Puls bis ca 100

            3. Stufe     - in ganzer Klinik
                         - 15/15
                         - evtl. Treppengehen, möglichst mit Pausen
                           Stufenweise => 2 Treppen = 100 W
                         - Puls um ca 30 erhöht => 110
                         - Tempogefühl lernen
                           => 80-90 Schritte/min


            Beobachtungkriterien bei Angina pectoris 

- Verhaltensweise Patient => ängstlich
                             aufgeregt
                             Beschwerden
- Puls häufig messen, spüren 
  => Quantität, Qualität, Rythmus, Erholungszeit
- Atmung => Nase
            Mund
            Hasso 
            Frequenz (20/min)
- Hautfarbe => blass
               cyanotisch
               rot
- Befragung => Beschwerden Arm
                           Oberbauch
                           Rücken
                           Atemnot
                           Sodbrenne
               Typisch =>  flächig
                           bei Belastung
                           wenn kalte Luft geatmet
                           wenn aufgeregt
                           Nitro hilft
               Wie bekommt er Linderung => -sitzen
                                            nicht liegen wegen 
                                            vermehrter Vorlast
                                           - Nitrospray 
                                             durch Gefäßerweiterung
                                             sofort
                                             Kapsel zerbeißen
                                             (nicht schlucken)


Ziele bei Herzpatienten

- vermeiden von Lungenproblemen (Pneumonie)
- vermeiden von Thrombose
- vermeiden von Kraftverlust (wichtig bei älteren)
- Unruhe und Stress mindern


Maßnahmen

- vertiefen der Atmung (z.B. durch Bewegung, Lippenbremse)
- DExt und PFlex (evtl. mit Atmung verbinden)



                  Übungen im Sitzen (1. Phase)

- Zehen bewegen
- DExt
- PFlex
- Handflächen aneinander, Arme nach oben strecken
- Hände auf M. quadratus lumborum stützen, Ellenbogen hinten
- Schulter Elevation beidseits
- Bein strecken
- Arme verschränken, auch andersherum
- Hände klatschen
- Armpendeln

                           Hypertonie

- hoch über 140/90
- 85% unbekannte Genese => essentielle Hypertonie

Ursache:       - renale Hypertonie => Niere
               - endokrine Hypertonie => zuviel Hormone
               - Aortenisthmusstenose => vor hoch, hinter niedrig

Probleme:      - wenig Beschwerden
               - Linksherzhypertrophie
               - Arteriosklerose

Maßnahmen:     - behandeln der Ursache
               - Gewichtsreduktion
               - salzarme Kost
               - kein Alkohol
               - kein Nikotin
               - wenig Coffein
               - Schulung der allgemeinen aeroben Ausdauer
               - Medikamente
               - Entspannungsübungen
               - Information
               - CO2-Bad, Hauf'sches Armbad



meditatives Bewegen => aktiviert die nicht dominante Gehirnhälfte
                       => Kreativität (dominante => Logik)
                       Voraussetzung => nicht zweckgebundenes,
                                        rythmisches Bewegen
                                        z.B. Armschlenkern
                                             mit KnieFlex



                            Hypotonie

Ursache:       - zu wenig Blutvolumen
               - Herz pumpt zu wenig
               - periphere Gefäßdilatation (peripherer Schock)
               - wenig Herzaktivität (zentraler Schock)

Symptome:      - schlapp, müde
               - kalte Hände
               - Blässe
               - Schwindel
               - schwarz vor Augen
               - Morgenmuffel
               - Schatten unter Augen

Maßnahmen:     - Güsse (Waden)
               - aktive Bewegungsübungen
               - auch Ausdauertraining
               - Isometrie
               - Beine wickeln
               - Umlagerungsübungen
               - anschreien




Bewegung senkt den Sympatikustonus => Vagushammer => senkt Blutdruck  

Isometrie bewirkt Hypoxie => Sauerstoffmangel 
                          => Blutdruckanstieg durch Adrenalinaussch. 



             Obstruktive Atemwegserkrankungen (Enge)

- Asthma bronchiale
- asthmatische Bronchitis

Ziele:         - Angstminderung (Entlastungsstellung)
               - Hilfe bei erschwerter Ausatmung (Lippenbremse)
               - vermeiden von unproduktivem Husten
               - Unterstützung von Sekrettransport


- Mukoviszidose des Erwachsenen

Ziele:         - Sekretförderung
               - Erhöhung der Kardiopulmonalen Leistungsfähigkeit
               - Beweglichkeit des Thorax erhalten
               - Information


- obstruktives Emphysem

Ziele:         - Hilfe bei erschwerter Ausatmung
               - Thorax beweglich halten
               - Vermeiden von Pressatmung
               - Ausdauer verbessern


=> alle Mischungen der Erkrankungen möglich  


                Restrektive Ventilationsstörungen

- Vitalkapazität eingeschränkt

reversible:    - Atelektasen
               - Pneumothorax
               - Pneumonie
               - Pleuritis

irreversible:  - pulmonale Sklerodermie
               - Lungenfibrose
               - Pleuraschwarten
               - Zustand nach Lungenparenchymverlust
               - schwere thorakale Skoliose
               - Morbus Bechterew
               - ausgeprägter Zwergfellhochstand
               - Linksherzinsuffizienz mit rezidivierenden 
                 Lungenstauungen
               - Tumor


Ziele:         - vorübergehende Atemerleichterung
               - Beweglichkeit Haut, Muskel, Thorax erhalten
               - dämpfen erhöhter Aktivität
               - Trainingszustand verbessern


                    Rheumatische Erkrankungen

Rheumatisches Fieber

- Streptokokkeninfekt
- Schädigung des Herzens (Endokarditis) => KLappenfehler

Ziele:         - Entzündung hemmen
               - Schmerzlinderung
               - Gelenkfunktionen erhalten

Maßnahmen:     - Kryo
               - Lagerung


Chronische Polyarthritis

- auch rheumatische Arthritis
- im akuten Stadium KG nur zurückhaltend
- mehr Frauen (4:3)
- 2% der Bevölkerung
- 80% können den Alltag bewältigen
- erst die kleinen Gelenke, asymetrisch
- schubweise
- zu viel Synovia mit schlechter Qualität
  => Schwellung
  => Knorpel schlecht ernährt
- Schmerzrezeptoren in der Gelenkkapsel nicht im Knorpel

Ursache:       - unbekannt
               - Autoimmunerkrankung

Ziele:         - Schmerzlinderung
               - Gelenkfunktion erhalten
               - Selbstständigkeit erhalten
               - Information
               - Gelenkentlastung

Maßnahmen:     - Treppen rückwärts runter
               - flach liegen (auch Bauchlage)
               - Minipause
               - RL evtl. Schulter unterlagern
               - Schlingentisch
               - ruhiges Schwimmen (340C)
               - Beweglichkeit kontrollieren => Körperkenntnis
               - Entlastungsstellungen (Stock)
               - Hilfsmittel => anatomischer Handgriff
                                größere Messer, Wasserhähne u.s.w.
               - Kaltwind
               - Traktion (vorsichtig)
               - Moor, Schlamm
               - Elektrotherapie


Morbus Bechterew

- Tendenz zum Klappenfehler


                  Erkrankungen der Bauchorgane

Verdauungstrakt     - vermehrte Herzrythmusstörungen durch Blähungen
                    - Gastritis und Ulcus duodenum
                      => Schädigung der Schleimhaut

                             Befund

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 

10 Watt = 1 Kilo x 1 m hoch / in 1 sec

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- Diagnose
- Anamnese     - Entstehung der Krankheit
               - evtl. frühere Krankheiten wenn Zusammenhang
               - frühere Therapien
               - Risikofaktoren
               - Bewegungsanamnese => Alltag, Sport
               - Sozialanamnese für Examen nicht so wichtig

- Befund       - Herz/Kreislauf => Pulsanstieg nach Belastung
                                   z.B. 10 min gehen
                                   Puls nach 1 min Ruhe
               - Atemfrequenz, Atemtyp, Seufzer, Messung Brustumfangs-
                 differenz
               - arterielle Durchblutung
               - Koordination, Baance, Sportmotorik, Beweglichkeit

- Ziele, Maßnahmen

  1) im motorischen Bereich   - Ausdauer
                              - Kraft
                              - Koordination
                              - Flexibilität
     
  2) im kognitiven Bereich    - Patienten informieren
                              - Patienten motivieren

  3) im sozial-affektiven Bereich  - Gruppe => andere akzeptieren
                                               Abbau von Isolation
                                              
                                   - Alltagsverhalten der Krankheit
                                     anpassen
                                   - Freude an der Bewegung genießen
                                   - Selbsteinschätzung verbessern
                                   - Entspannung lernen
                                   - Körperwahrnehmung

               was, wie, warum, Nahziel, Fernziel


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Treppensteigen nicht als Training, nur als Test oder um es zu lernen

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