COXARTHROSE



ZIELE:      - Erreichen von Schmerzfreiheit
            - Förderung der Durchblutung

Maßnahmen:  - Durchbewegen sämtl. Gelenke (aktiv) vor Belastung
            - erarbeiten von Lagewechseln
            - Lagerung
            - Kryotherapie (Vorsicht Blase, Nieren), Eisabreibung
            - Wärme (heiße Rolle)
            - Bewegungsbad
            - Schlingentisch
            - passives, rythmisches Durchbewegen
            - Traktion
            - Schüttelungen
            - Massagen (detonisierend)
            - Querfriktion
 


Querfriktion

- zur Schmerzlinderung
- ca. 15 Minuten an Sehnen
- Mittelfinger über Zeigefinger
- nicht auf der Haut des P. verrutschen
- 3 Punkte: => Insertion = Periost-Sehnenübergang
            => auf der Sehne
            => am Muskelbauch 
               1. greifen
               2. quermassieren
               3. dehnen
- Tempo => ziemlich schnell => mehr Wiederholungen pro Behandlung


M. adduktor longus   RL: Insertion      direkt am Schambein
                         Sehne          etwas caudal
                         Muskelbauch    medial Oberschenkel

M. rectus femoris    RL: Insertion      zwischen Satorius + Tensor
                                        in der Tiefe
                                        Richtung Becken
                         Muskelbauch    mit beiden Händen

Pes anserinus        RL: Insertion      medial Tibiakopf

Tractus iliotibialis RL: Insertion      lateral Tibiakopf

Ischios              SL: Insertion      am Tuber ossis ischii
                                        ca. in Querfalte


2. Ziel:   - Erreichen des vollen Bewegungsausmaßes
           - Erweitern des Bewegungsausmaßes


Maßnahmen: - assistive Isotonie
           - Dehnung:  - aktive Entspannungstechnik
                       - passive Dehnung (langsam)
                       - Dehnlagerung
                       - freie Dehnübungen
           - freie Übungen in verschiedenen ASTE
             mit verschiedenen Geräten
           - Therapeutische Übungen
             'Auf und zu'
             'Zange'
             'Wer dreht gewinnt'
             'Löwenübung'
             'Brunnenfigur'
             'Gallionsfigur'
             'Die Schere'
             'Die Waage'
             'Klötzlispiel'
           - Bewegungsbad
           - Schlingentisch



           Widerlagernde Mobilisation des Hüftgelenkes


EXTENSION

ASTE:        Seitlage, betroffenes Bein möglichst unten
             soweit in Ext wie aktiv möglich, etwas Siel zur 
             Mobilisation lassen, anderes Bein in Flex Hüfte/Knie

             Punktum Mobile: Becken
             Oberkörper leicht in Ext, damit Ext Becken möglich ist

             Patient greift Spina i.a.s. und schiebt sie nach
             oben/hinten
             Therapeut unterstützt Spina/TP
             
             Wenn es klappt, arbeitet der Patient aktiv, der 
             Therapeut gibt Bewegungsimpuls und arbeitet Muskulatur
             durch (Becken/TP)

             Bei Coxarthrose intensiv arbeiten, bei TEP vorsichtiger

             zum Anwärmen Rectus durcharbeiten
             Dehnung Rectus distal möglich
             aktive Entspannung
             passive Dehnung durch Querfriktion



Flexion

ASTE:        wie Extension, aber betroffenes Bein bevorzugt oben
             in Flex lagern, Oberkörper leicht nach vorn geneigt

             Spina zum Oberschenkel schieben

             Zange in gleicher ASTE möglich => Gangtypisch
             Rotatorische Komponente ensteht durch die pronato-
             rische Verwringung durch Widerstand am Fuß


Abduktion

ASTE:        Seitlage, betroffenes Bein oben, unteres in 
             Hüft/Knie Flex, oberes BEin in Abd halten

             obere Spina nach unten schieben, Traktion der
             Hüfte möglich             

ASTE:        Rückenlage, betroffenes Bein in Abd, evtl. Sandsack
             gegen die Ar, anderes in Nullstellung

             Spina zum Knie des unteren Beines schieben

                  Zange in Rückenlage Isotonisch

- Widerstand an den Füßen
- Kniescheibe nach oben
- abwechselnd Flex/Ext
- reziprok => Gehreflex
- Ferse schleifen lassen
- beim Strecken des Beines Fuß und Zehen runter
- beim Beugen des Beines Fuß und Zehen hoch
- Ferse nach außen drehen => Innenrotationsspannung




                        Wer dreht gewinnt

- Ext/IR => Gehtypisch
- Seitlage
- Cox unten dicht an Ext Grenze, Fuß runter
- oberes Bein in Hüft/Knie Flex, Fuß hoch
- Widerstand mit Therapeutenbauch gegen Knie Patient
- Knie rausschieben
- Ferse gegen Bank drücken => IR
- eine Hand am Gesäß, eine am Unterschenkel
- veriegeln der WS => eine Hand Widerstand an Scapula nach dorsal
- Verstärkung durch Druck auf medialen Fußrand
  Therapeut steht dann auf der anderen Seite




                            Auf und zu

ASTE         Stand, Gesäß nach hinten bringen, Hohlkreuz
             Knie leicht gebeugt, Abstand Bauchnabel-Brustbein
             Abstand Spina-Oberschenkel

Auftrag    I Becken kippen/aufrichten
             Knie bleibt gebeugt

          II in Aufrichtung halten
             Knie strecken
             Becken halten auch wenn nicht endgradig gestreckt
             werden kann

         III Aufrichtung des Beckens und strecken der Knie
             gleichzeitig

          IV erst III, dann zusätzlich die Löwenübung

       GANGSCHULE




            Erarbeiten der pronatorischen Verwringung


ASTE         RL, mit Blickkontakt

             Fuß passiv durcharbeiten (aufwärmen)
             
             - Knie Flex mit DExt  + Zehen Flex
             - Knie Ext  mit PFlex + Zehen Ext

             pronatorische Verwringung mit Widerstand

             Widerstand medial am Großzehenballen
                        lateral an Ferse
             Zehen bleiben locker (II - V)
             nicht zu viel PFlex erlauben (am Anfang)
             Bewegung evtl. passiv erüben
             auch mit zusätzlicher PFlex üben


ASTE         BL, Knie Flex 900

             Dehnungsreiz

             eine Hand Ferse, eine Hand Vorfuß medial
             => Stretch auf Längsgewölbe

             Erarbeiten der Pronation

             Ferse inversorisch fixieren
             Vorfuß in Sup und DExt und zurück
             erst passiv, dann auch aktiv => Stretch


ASTE         Sitz auf Bank, Füße auf Boden

             Pronation

             Außenkante Ferse belasten
             Großzehengrundgelenk medial belasten
             beides gleichzeitig
             Widerstand am Knie nach medial fördert die 
             Fersenbelastung lateral
             auch mit beiden Beinen gleichzeitig

             Abrollung

             Füße einstellen wie oben
             Druck auf Vorfuß durch Oberköper nach vorn
             Ferse abheben
             Druck Großzehengrundgelenk medial beibehalten
             Widerstand am Knie kann vom Patienten übernommen werden

Tensor Dehnung           - Oberkörper in RL zur anderen Seite legen
über Kniescheibe         - Patella nach medial schieben
                         - Ferse vorsichtig leicht machen


Scheibenwischer          - Knie durch Patient fixieren
                         - möglichst mit Schuh                         
                         - Zehen ablösen
                         - Drehen nach innen und außen
                         - auch halten lassen
                         - assistiv am Tibiaplateau unterstützen
                         - nicht die Ferse belasten
                         - keine Sup, Pro


Treten im Sitz           - Fußdruckpunkte beachten
                         - evtl. Widerstand am Knie nach medial
                         - Hände können an Bankkante bleiben
                         - auch auf Ferse und Vorfuß


Klötzlispiel             erste Belastung der Beinachsen
                         auch bei Teilbelastung möglich

                         - Spannung wahrnehmen (Rücken/Bauch)
                         - zur Stabilisation der WS Beine anghängen
                           (abheben/aufstellen, keine Bewegung Hüfte)
                         - Abstand Spina - OS muß sich ändern
                         - Gesäß abheben => auf Zehen stellen
                         - Unterstützung der Fußdruckpunkte durch
                           Widerstand am Knie


Geisha - Gang            dynamische Stabilisation der Hüftmuskeln
                         Training der Laufmuskulatur

                         - Knie gebeugt, auf Zehenspitzen
                         - sehr schnell
                         - zwischendurch normale Schritte machen
                         - Hinkmechanismen die muskulär nicht mehr
                           notwendig sind, können so abgebaut werden
                         - kein typischer Gang, nur Training


Auslösen der 2. Abroll-  - Stand
phase über die Arme      - Armpendel vor und zurück
reaktiv                  - beide Arme gleichzeitig
                         - schnelle Ausführung
                         => Hüft Ext, Knie Flex, 2. Abrollphase
                            Oberkörper bleibt stabil


Beckenrotation           - kleine, sehr schnelle Armpendel
reaktiv                  - kein Schlenkern
                         - reziprok
                         - Oberkörper bleibt stabil
                         - Beine locker
                         => Beckenrotation


Eckensteher              - auch im Gehbarren
                         - üben der 2. Abrollphase
                         - TP geradlinig nach vorne bringen
                         - Knie bleiben locker
                           => vorne gebeugt
                           => hinten gestreckt
                         - Oberkörper zeigt Gleichgewichtsreaktion
                         - Tempo bis 120/min


Eckengeher               - auch im Gehbarren
                         - Spurbreite 0
                         - auslösen des Schrittes durch 
                           Gewichtsverlagerung
                         - Patient achtet auf bewegten Fuß
                         - auslösen durch Therapeut am Becken
                         - flüssige Bewegungen
                         - dynamische Kraftschulung des Standbeines
                         - Gleichgewichtsreaktion des Oberkörpers
                           bleibt erhalten
                         - am Anfang beide Füße nebeneinander
                         - Spielbein löst sich erst wenn das
                           Becken so weit vorne ist, daß es nicht
                           mehr hinten bleiben kann


                 Alltags- und Gebrauchsbewegungen


Ziel    Erarbeiten von optimalen Alltags- und Gebrauchsbewegungen


- sizen/liegen/stehen
- bücken/heben/tragen
- an-, ausziehen
- Dusche/Badewanne
- Auto
- Arbeitsplatz (auch zu Hause)



Bücken/Heben             schmerzhaftes Bein nach hinten
                         auf anderem Bein abstützen
                         Rücken möglichst gerade
                         Gewicht dicht am Körper

Sitzen                   Hüftgelenk höher als Kniegelenk
                         Arthrodesenstuhl, Toilettenerhöhung

Anziehen                 langer Schuhanzieher
                         Strumpfanzieher
                         Fußbank





                   OP-Verfahren bei Coxarthrose

- muskuläre Entspannungsoperation (z.B.TP versetzen)
- varisierende Osteotomie
- Cup-Arthroplastik => Kopfüberzug aus Metall
- partielle Arthroplastik
- Totalplastik => TEP
- Resektions-Angulations-Osteotomie => Gürtelstone
- Arthrodese => 250 Flex, leichte Abd, AR




                         Bei TEP verboten

- Traktionen
- passives Dehnen
- Schüttelungen
- max. Hebel
- max. Widerstand
- Rotation Isotonisch
- spitzwinklige Bewegungen mit Körpergewicht
- Kaltwind
- Add über Mitte
- Elektrotherapie
- Erschütterungen
- Brustbeinschlag
- Beine übereinanderschlagen

       GONARTHROSE



- Arthrosis deformans wie Coxarthrose
- vor allem durch: - Achsenabweichungen (X,O)
                   - Alter
                   - keine Knochenführung
                   - Konstitution
                   - Fußdeformitäten



                            X-, O-Bein

- Neugeborenes: O-Bein, Belastungslinie medial
- Kind 4-5:     x-Bein, Belastungslinie lateral
                weil Tibia medial schneller wächst als lateral
- Entwicklung des Fußes, durch schwache Bänder, Muskeln
  zuwenig Längs-, Quergewölbe
- ungünstiges Sitzen => IR Hüfte mit max Knie Flex
- bis zum 10. Lebensjahr sollte das Bein sich in 1700 - 1800
  stabilisiert haben
- X-Beine => häufig Genu recurvatum
- O-Beine => eher Ext Defizit



Versorgung   - früh genug Umstellungsosteotomie
             - Schlittenprothese, wenn Bandapparat in Ordnung
             - TOKNEP, ROKNEP
             - Arthrodese

Therapie     wie Coxarthrose

                        Untersuchung HWS


aktiv     Flex      => 25 - 45
          Ext       => bis Gesicht horizontal
          LatFlex   => Seitenvergleich
          Rotation  => bis 90 jede Seite

Kapselmuster => Einschränkung in jede Richtung

passiv    Hände rechts und links am Kopf, Körper mit UA stützen
          Einstellen in alle Richtungen unter leichter Traktion
          Prüfen des Endgefühls mit sanftem Überdruck
          nicht bei Flexion
          Thorax an Brust fixieren bei Ext
                 am Acromion bei LatFlex

Gelenkzeichen => Schmerz bei Druck
                 einseitige Einschränkung
                 auf gleicher Seite



                         Widerstandstest


- Kopf in Milttelstellung halten
- Schmerz im Muskel ?
- ist eine Seite stark geschwächt ?


Flexion        Hand auf Rücken, Widerstand an Stirn in Extension

Extension      Griff wie bei Untersuchung, eine Hand Sternum
               Widerstand am Hinterkopf in Flexion
               => UA senkrecht zur Stabilisation des Rumpfes

LatFlex        beide Hände rechts und links
               Unterarme auf Trapezius/Acromion zur Fixation

Rotation       änhlich LatFlex
               einen Ellenbogen vor der Schulter
               einen Ellenbogen hinter der Schulter
1







                    Globaler Widerstandstest


- Kraftminderung oder Schmerzauslösung ?

ASTE      Nullstellung mit 900 Ellbogen Flexion im Sitz an Bankkante

          Widerstand am Oberarm in Flex, Ext, Abd, Add
          Widerstand am Handgelenk in AR und IR, Ellbogen Flex und Ext
           
          immer beide Arme gleichzeitig

          rechts/links einzeln => Handgelenk Flex und Ext
                                             Pro und Sup
                                             ulnare und radiale Abd 
                                  Händedruck

          alles isometrisch


aus einer Schwäche läßt sich auf das Segment schließen



                         Schultergürtel

aktiv, passiv, Endgefühl, Widerstandstest für:

- Schulterelevation
- Schulterdepression
- Schulterprotraktion
- Schulterretraktion


Protraktion => Schmerzen durch Kompression des Sterno-Clavicular-
               Gelenk bis in die Schulter. Durch Kompression der
               Sterno-Costal-Gelenke bis in die Schulter und Herz-
               gegend

Retraktion  => Schmerzen durch Sterno-Clavicular-Gelenk



                     Palpieren der 1. Rippe         

- hinter Schlüsselbein in der Tiefe
- tief Einatmen => kommt entgegen, tief Ausatmen => senkt sich
- kann blockiert sein => bleibt bei Ausatmung stehen
- Endgefühl => Kopf etwas Rotation, Flexion und lateral Flexion
               Kopf von hinten mit Körper fixieren
               auf der selben Seite Daumen hinter und Finger vor
               Trapezius, Trapezius nach hinten ziehen, Hand dicht
               an HWS, Druck von cranial/lateral nach caudal/medial
               diagonal zur anderen Hüfte
            => Schmerz durch Blockierung der 1. Rippe


                   Kompression der HWS im Sitz

- KLA eingeordnet im Sitz 
- Kopf in Nullstellung
- an Therapeuten anlehnen (im Sitz)
- Brust fixieren
- Druck auf Kopf senkrecht nach unten



                    Traktion der HWS im Sitz

- Daumen in Grube am Hinterkopf => Hauptzugpunkt
- Zeigefinger vor das Ohr
- dicht am Patienten stehen
- senkrechter Zug nach oben
 


                   Traktion der HWS im Liegen

- RL, Kissen unter Kopf, HWS in Nullstellung
- besser für ältere, schwache
- Arme Therapeut sufstützen
- Hand unter Kopf, andere am Kinn (nur zur Stabilisation)
- Zug nur unter Kopf



                  Kompression der HWS im Liegen

- ASTE wie bei Traktion
- Hand vom Kinn zum Scheitel
- Schub nach caudal



                    Untersuchung der Scapula

I    - Seitlage, WS eingeordnet
     - verschieben der Scapula nach caudal/cranial, medial/lateral
     - abheben der Scapula am Margo medialis wenn medial
     - Rotieren der Scapula

II   - BL, kein Kissen
     - UA Therapeut unter Schulter Patient in Supination
       Hand am Acromion => anheben (Retraktion)
     - andere Hand unter Scapula
       => gut abhebbar ?, weiche Muskulatur ?
     - Querfriktion am M. subscapularis möglich


                          De Clyn Test

- Test der Durchblutungsfähigkeit der A. vertebralis
- Wichtig: Augen auf
- 30 sec sperren der A. vertebralis
- erwartete Sensationen bei Insuffizienz: Nystagmus (Augenzittern)
                                          Schwindel
                                          akustische oder
                                          optische Sensationen


ASTE      RL, Kopf im Überhang

Durchf.   - Rotation nach links/rechts
          - Extension => Kopf unterstützen
          - Augen auf
          - 30 sec halten
          - beide Seiten testen
          - beim Aufsetzen Kopf unterstützen

bei Patienten mit Sensationen keine Mobilisation  

kein Test bei Osteoporose  



                         Scaleni-Syndrom

- Ursprung HWS
- Ansatz 1.-2. Rippe
- kann bei Verkürzung den Plexus brachialis quetschen
  => Kribbeln rechter Arm bei Rotation Kopf nach rechts
- kann durch Kontraktion Gefäße quetschen
  => Kribbeln linker Arm bei Rotation Kopf nach rechts



                           Behandlung

1) Schmerzlinderung 

   Entspannung:     - Lagerung (keine BL => morgens Kopfschmerzen)
                    - leichte Massage
                    - heiße Rolle
                    - Gesichtsbehandlung Shiatsu
                    - Traktion
                    - Kompression
                    - Schlingentisch
                    - Dehnung => Trapezius, Levator, Scaleni
                                 Sternocleido
                                 auch durch Traktion
                                 Scaleni keine Ermüdung



                     Dehnung durch Traktion

a) Sitz auf Hocker

   - Therapeut hinter Patient
   - Griff seitlich am Kopf, Ohren beachten
   - Patient lehnt sich an Therapeut


b) Rückenlage

   - durcharbeiten längs von unten, dabei leicht in Lordose ziehen
   - durcharbeiten einseitig quer in Rotation, jeden Wirbel einzeln
     andere Hand stützt Kopf
   - Traktion nur in 0-Stellung, vorher Hinterkpof mehrmals runter-
     drücken und lösen => Entspannung
     auch rythmisch komprimieren (10 sec)

   Durchführung: Hinterkopf in die Hand des Th. drücken
                 andere Hand des Th. am Kinn P.
                 lösen => während des Lösens leicht in die Traktion
                          gehen, Weg entsteht wenn ganz gelöst
                 Traktion halten, wieder spannen und von vorn

                 mehrmals, zwischendurch auch normale Traktionen

   - anschließend Hubarme/freie Mobilisation im Überhang
   - beim Aufstehen Kopf unterstützen



                       Thorax Untersuchung

- Rippenverschieben in BL und RL
- Hautfalten ziehen
- Costovertebralgelenke findet man, wenn man den Trunci etwas zu
  Mitte schiebt
- Druckschmerz der Dornfortsätze überprüfen mit Daumen
- Druckschmerz der Costovertebralgelenke überprüfen
  beide Seiten gleichzeitig, mit Zeige- und Mittelfinger
  andere Hand unterstützt, Druck bei Ausatmung
  => Springtest ?

  => Traktion/Kompression in welchen Gelenk ?



Tietze-Syndrom      Schmerz im Knorpel/Periost am Sternum
                    => Einschränkung im Costovertebralgelenk der
                       entsprechenden Rippe

Traktion auf Costovertebralgelenk

bei der Einatmung die Rippe festhalten

ASTE: BL

Rippe mit Daumen direkt lateral des Gelenkes fixieren
(mit anderer Hand unterstützen)



                          Traktion BWS

- oberer Bereich durch Traktion der HWS

- Hände P. auf Schulter P. überkreuz
  => Th. zieht von hinten an Ellenbogen nach oben
     P. lehnt sich an Th. an => nur Gewicht nutzen
     (auch unter Brust fassen möglich)

- von vorn, Hände P. auf Schulter Th.
  => nach vorne lehnen
     Griff Th. unter Scapula
     Gewicht P. ausnutzen


                         Kompression BWS

Druck auf Schulter beidseits, relativ leicht



                      Schmerzlinderung BWS

- Traktion
- Heiße Rolle
- Eisabreibung
- Mobilisation (hubarm) der BWS auch mit Atmung
- Packegriffe mit Dehnlagerung, verbunden mit Atmung
- BGM
- Schüttelungen
- Schlingentisch
- Quermassage Pectoralis, Trunci
- Statik verbessern

Beschwerden Th1-Th5 kommen meißt noch aus der HWS




Dehnlagerung   ASTE: RL, Rolle unter Po und BWS
                     Kopfkissen, Knie unterlagert
                     
               Verstärkung durch Arme in Flex, evtl. unterlagert

               Packegriffe: ventral => Beine, Leiste, Bauch, Rippen
                            lateral => Bauch, Rippen, Latissimus
                            dorsal  => Bauch, Rippen
                         
               ausstreichen der Intercostalräume

               Patienten befragen: Lage, Dehnung, Atmung
                                   vorher/nachher
                                   behandelte Seite/andere Seite



                  Untersuchung Iliosacralgelenk

Flexion des Beckens (LWS ausgeschöpft) => Nutation sacrum
erst dann Flex Ilium
=> Sacrum kann nach ventral/dorsal gleiten


Vorlaufphänomen:  wenn rechtes ISG blockiert ist
                  => Ilium wandert rechts früher
                  => tasten am hinteren Darmbeinstachel (inferior)                                    
           
                  Vorlaufphänomen links kann durch Kontraktur der
                  Ischios rechts vorgetäuscht werden
                  => Test im Sitz => Ischios ausgeschaltet


Test      aus RL aufsetzen
     
          Bewegung auf der blockierten Seite später
          Hüftpfanne bleibt länger ventral/cranial
          Bein erscheint länger => vorlaufen des Beines
          wenn aufgesetzt => Ausgleich der Beinlängen

          
          Stand/Sitz
     
          vorbeugen, Kopf zuerst, Becken zuletzt
          tasten Darmbeinstachel, von unten
          Hautfalte hinschieben
          wenn vorläuft => Blockade
          Bein heben    => muß zurücklaufen, wenn steht => Blockade


          Rückenlage

          Beine gleichlang ?  Blockierung => kürzer
          hochkommen zum Sitz ohne Arme
          Th. hält Beine an  Malleolengabel freischwebend
          Blockierung => Bein wird länger


Bei Blockierung ausstrahlende Schmerzen im Bereich Becken nicht bis OS


                       Test auf Schmerzen

Bänder Hüftgelenk

- passiv maximale Hüft und Knie Flex einstellen          
- Approximation in Richtung OS-Längsachse
- 30 sec halten

Lig. sacrotuberale    =>  Knie gerade zur Schulter
Lig. sacrospinale     =>  Knie zur anderen Schulter
Lig. iliolumbale      =>  Knie zum anderen Hüftgelenk (Becken fixieren)


Traktion ISG

- ASTE wie oben
- Bein rüberrollen (Rumpfrotation)
- sacrum festhalten
- zurückdrehen in RL
- Aproximation auf OS-Längsachse für 30 sec


Kompression ISG

- Fuß ans andere Knie => Hüft Abd mit AR
- Becken fixieren
- Druck in Abd
- Patrick-Zeichen


Federungstest ISG

a)   - Finger/Handkante auf proximale Sacrumkante der Gegenseite
     - Ilium anheben und federn
     - Seitenvergleich

b)   - Druck auf untere Sacrumkante der Gegenseite mit Handkante
     - federn
     - bei Blockierung Schmerz der Therapeutenseite oben

c)   - mit 2 Fingern auf Sacrum oben/außen 
     - federn (Hand unterstützt)
     - auch auf Ilium
     - bei Blockierung federt das Sacrum wenig



                            Therapie

durch Traktion: BL => - Hüfte in IR-
                      - Knie Flex
                      - OS fixieren
                      - Gegenseite Sacrum nach unten drücken
                    
                SL => - Hüfte und Knie 90 Flex
                      - Druck auf vordere Kante Ilium nach vorne/unten

                        Schulter         

Untersuchung:  - Manuelle
               - immer an HWS denken => ausstrahlende Schmerzen
               - Atrophien (Hände => HWS)
               - häufig Bizeps oder Supraspinatus



           Duerchblutungsförderung + Schmerzlinderung

- Kälte (lokale Eiswürfelabreibung)
- Wärme (auf verkürzte Muskeln bei langfristigen Beschwerden)
- Traktion Stufe 1-2
- Querfriktion
- Lagerung (Ruhestellung)
- Entlastungsstellungen (Schlafen, Tragen)
- pass. Durchbewegen im schmerzfreien Bereich, evtl. mit Traktion
- pendeln
- Dehnen (vorsichtig bei Tendinitiden)


Querfriktion (15 min)

ASTE: halbsitzend auf der Bank (längs)

M. supraspinatus:   - Arm in Add/IR hinter Oberkörper
                    - kleines V vordere Ecke Acromion => Sehne
                    - Richtung horizontal, an der vorderen Kante 
                      Acromion entlang
                    - Periost-Sehnen-Übergang => Periost mit behandeln
                    - zum Dehnen Arm besser vor dem Körper

M. subscapularis:   - Arm neben Körper in AR
                    - Unterarm unterlagert => Ellenbogen 900
                    - Ansatz breit am TB minus
                    - Richtung vertikal
                    - Th. hinter P., Daumen hinter Schulter
                    - Dehnen durch erweitern der AR

M. infraspinatus:   - Arm in Add vor dem Körper
                    - mit beiden Daumen
                    - hinter Humeruskopf, vor Acromion Ecke
                    - Richtung eher vertikal
                    - auch in SL möglich
                    - Dehnen besser im Sitzen

M. trapezius:       - in BL, Quermassage im Muskelbauch
                    - Querdehnung mit beiden Daumen und Zeigefingern
                    - auch in Dehnstellung (Kopf drehen)
                    - auch am M. latissimus dorsi

Lig. coracoacromiale:    - ähnlich M. subscapularis
                         - aber mit Kontakt am Coracoid lateral


Dehnen: Latissimus, Romboideen, Levator, Trapezius
        => Durchbewegen der Scapula aber Muskel mit Fingern mit
           nehmen und halten

                          Beweglichkeit

- erst AR dann Abd dann Flex eingeschränkt => Kapselmuster
- nicht nur Schulter auch Schultergürtel und BWS beachten


Traktion: akut 

          - Arm in Nullstellung, Ellenbogen unterlagert, UA
            auf Bauch
          - Hand Th. zwischen Arm und Thorax P.
          - Stufe 1-2 nur ziehen, ab 3 zurücklehnen

          leichte Abd möglich

          - Th. steht zwischen Arm und Thorax
          - leichter Zug nach caudal am Arm
          - andere Hand mit Daumen in Achsel zur Traktion
          - Traktion durch Hüftrotation

          bei 90 Flex 

          - Flex einstellen, UA locker, Ellenbogen an Schulter Th.
          - Zug nach lateral/ventral mit beiden Händen


Gleiten caudal:     - wie bei Traktion mit leichter Abd
                    - Hand in Achsel fixiert Scapula
                    - Zug am OA


Gleiten dorsal:     - RL, Sandsack unter Acromion
                      Humeruskopf hängt frei
                    - ASTE Therapeut wie caudal Gleiten/Traktion
                    - etwas caudal Gleiten, etwas Traktion
                      dorsal Gleiten durch Knie Flex
                    - auch mit mehr Abd, dann Th. auf anderer Seite
                      Arm
                    - auch mehr Flex einstellen
                      => immer caudal Gleiten + Traktion
                    - wenn 900 Flex => ASTE wie Traktion
                      Kopf nach dorsal schieben
                      auch mehr AR einstellen


Gleiten ventral:    - BL, Kopf zur anderen Seite
                    - Arm in Abd, Flex
                    - Th. in Schrittstellung, UA P. auf OS Th. => AR
                    - Ausführung wie oben
                    - auch mehr Ext statt Flex
                    - evtl. AR erweitern




KG-Praxis Schulte Krankengymnastik allgemein Michael Schulte privat Digitale Fotographie
Linksammlung Medizin Linksammlung

Michael Schulte webmaster@mschulte.de
Copyright © 1998, all rights reserved