PHYSIOLOGIE Die Lehre von der Funktion des menschlichen Körpers Das Herz liegt in der Brusthöhle ==> Mediastinum die Größe entspricht ungefähr der Größe der eigenen Faust Vergrößerung durch Beanspruchung (Sport) eingepackt in Herzbeutel ==> Pericard Die innerste Auskleidungsschicht des Pericard ist Endotel Herz hat Spitze und Basis Spitze zeigt nach lateral links Basis zeigt nach cranial Zwischen Herz und Pericard Gleitflüssigkeit aus Drüsenepitel Der Mensch hat ca. 5 - 7 Liter Blut Rechte Herzhälfte Unterteilt in Vorhof => Atrium Herzkammer => Ventriculum Von der linken Hälfte durch undurchlässige Herzscheidewand getrennt Das Blut strömt vom Körper durch eine Vene in den rechten Vorhof Von dort durch die 3 zipflige Segelklappe in die rechte Herzkammer dann durch eine Arterie zur Lunge Linke Herzhälfte Unterteilt wie Rechte Das Blut strömt durch die Lungenvene in den linken Vorhof Von dort durch die 2 zipflige Segelklappe in die linke Herzkammer dann durch die Aorta in den Körper Die Herzklappen werden durch Pappilare Muskeln gehalten Die Herzwand besteht aus drei Schichten: außen ==> Epicard innen ==> Endocard mitte ==> Myocard (quergestreifte Herzmuskulatur) Die Übersäuerung des Gehirns durch CO2 zwingt das zentrale Nervensystem einen Impuls an das Herz zu senden ==> Kontraktion Der Impuls erreicht das Herz am Sinusknoten (Hinterwand Atrium rechts) weitergeleitet zum AV - Knoten (Zentrum) gebremst durch das Hiss'sche Bündel (Unter AV - Knoten) verteilt Über zwei Schenkel (rechts und links) von dort in Purkenje Fasern ATMUNG ATMUNGSORGANE: obere Luftwege: - Mund - Nase - Rachenraum - Luftröhre untere Luftwege: - Bronchien - Lunge quergestreifte Skelettmuskulatur Inspiration: M. Pectoralis minor/maior, Intercostal Muskulatur Expiration: M. Latissimus dorsi glatte Organmuskulatur Zwergfell = Diaphragma Die Trachea = Luftröhre wird durch Knorpelspangen offengehalten, genauso die Bronchien Ab Segmentbronchien durch unregelmäßig verteilte hyaline Knorpelstückchen Die Alveolen werden von elastischem Gewebe gehalten Respirationsepithel befindet sich in den Bronchien und der Trachea Sputum: Schleim aus Bronchien und Trachea 3-schichtig => feste, scheimige, flüssige Bestandteile zum Anfeuchten der Atemluft wird durch Flimmerhaare rachenwärts befördert Pleura costalis (Rippenfell) und Pleura visceralis (Lungenfell) bildenden Pleuraspalt => flüssigkeitsgefüllt, Unterdruck ==>> Adhäsionskräfte zwischen Brustkorb und Lunge Pneumothorax => Einstich in Thorax, bei Einatmen gelangt Luft in den Pleuraspalt, die beim Ausatmen nicht wieder Entweichen kann, die Lunge wird auf der betroffenen Seite zusammengedrückt Erste Hilfe durch luftdichtes Abdecken des Einstiches Gasaustausch: in den Alveolen durch unterschiedlichen Partialdruck Alveole mehr O2, weniger CO2 als Blutgefäß Atemzentrum: in der Medulla oblongata, steuert die Atmung über den erhöhten CO2 Gehalt des Blutes (Übersäuerung) VERDAUUNG Mundhöhle Mundspeichel aus Drüsen (3 Stück) Bestandteile: Ptyalin Ferment Maltase, spaltet Kohlenhydrate zerkleinern der Nahrung, Oberfäche angriffsfähig machen, Rührwerk ist über Eustachische Röhre mit Mittelohr (Paukenhöhle) verbunden => Gruckausgleich wird dadurch ermöglicht Zunge: - Bedeutung beim Sprechen - Geschmackspapillen: vorne süß, hinten bitter - mit Schleimhaut überzogen Schlund - mit Schleimhaut ausgekleideter Muskelschlauch - Kreuzung von Speise- und Luftweg - nach vorne geht er über in die Mundhöhle - caudal mündet er in den Kehlkopf - Kehldeckel verschließt beim Schlucken die Luftröhre (Kehlkopf) - Luftröhre wird dabei nach oben gezogen - Es bildet sich ein Trichter zur Speiseröhre Mandeln / Torsillen - gehören zum Lymphatischen System - Reinigungsorgan um auftretende Infektionen abzufangen - verschwinden bis zum ca. 30sten Lebensjahr - Entfernung nur noch wenn von vielen Entzündungen zerklüftet Speiseröhre / Oesophagus - Verbindung Schlund / Magen - Transportorgan mit Peristaltik - ausgekleidet mit Schleimhaut - 3 Engstellen: Ringknorpel Aufteilung Luftröhre Zwergfelldurchtritt - 25 cm lang, dehnbar bis 3 cm Durchmesser - durch obere Thoraxöffnung ins Mediastinum, dorsal des Herzbeutels, durch Zwergfell in Bauchhöhle Peritoneum - Bauchfell - seröse Haut - kleidet die Bauchhöhle von innen aus Magen Lage: - im Oberbauch links und in der Mitte - kranial Zwergfell - caudal Quercolon - dorsal Bauchspeicheldrüse - ventral linker Rippenbogen - links Milz - rechts Leber Teile: - Cardia - Mageneingang (Säuredusche) - Fundus - Boden, Grund - Corpus - Körper - Antrum - Höhle - Pylorus - Mageneingang - kleine Kurvatur - rechte Kurve - große Kurvatur - linke Kurve Magenschleimhaut: Epithelzellen - Belegzellen zur Bildung der Vorstufe der Magensäure - Hauptzellen zur Bildung von Pepsinogen und versch. Schleimstoffe - Nebenzellen zur Bildung von Schleim- und Schutzstoffen - Gastrinzellen zur Bildung des Hormons Gastrin Magensäure ist Salzsäure HCL für Eiweißfällung => auch bakterizide Wirkung (desinfizierende) ca. 2 Liter Am Eingang ist die Säurekonzentration niedriger als am Ausgang Magen gibt Speisebrei portionsweise weiter an => Duodeum = Zwölffingerdarm - Teil des Dünndarm - ca. 25 cm lang - aus Wanddrüsen und Sekreten der Leber und der Bauchspeicheldrüse entsteht ein alkalisches Milieu => der Speisebrei wird neutralisiert HERZ Warum schlägt das Herz ? - Atemzentrum schickt Impulse an ZNS wenn Gehirn übersäuert ist => CO2 Überschuß - Partialdruck des Sauerstoff bestimmt Herzfrequenz wenig Sauerstoff => hoher Puls normal: Puls 60 Atemfrequenz 15 Gebirge: Puls 120 - 150 Atemfequenz 30 - Herzfrequenz ist abhängig von der zu leistenden Arbeit des Körpers (Ergometrie) - Thermik - Fieber => hoch - Schock => hoch - Vergiftung => Alkohol => niedrig wegen Vasodilatation Reizleitungssystem - Hypotalamus => Sinusknoten (Rückseite Vorhof rechts) => AV-Knoten (Atrium-Ventrikel-Knoten an Herzscheidewand) => Hißsches Bündel => Purkenje Fasern bei Fehlern in der Reizleitung treten Herzrythmusstörungen auf EKG (Elektrokardiogramm) - Untersuchung der Reizleitung - Spitzen => maximale Kontraktion - Täler => maximale Erschlaffung BLUT Plasma flüssig, hauptsächlich Wasser + Mineralien + Vitamine + Eiweiß (Globine, Albumine) + Immunstoffe + Hormone + Fett Die Flüssigkeit kommt aus dem interzellulären Raum + Lymphflüssigkeit + Flüssigkeit des Serums Serum fest => Erythrozyten => rot => Vorstufe Reticulozythen => Leukozyten => weiß => Trombozyten => Blutplättchen Die Blutzusammensetzung ist an allen Körperstellen gleich aufgrund des osmotischen Druckes der festen Bestandteile. Fett kommt über die Lymphe des Dünndarms ins Blut Anämie Mangel an Erythrozyten durch => Eisenmangel => Blutung => Krebs => Bandwurm GESCHLECHTSORGANE männliche: - Drüsen (Hoden) - ableitende Samenwege (Nebenhoden, Samenleiter, Sinus urogenitalis) - Anhangsdrüsen der Samenwege (Bläschendrüsen, Prostata, Glandulae bulbouretralis die ihr Sekret der Samen- flüssigkeit beimengen) - Copulationsorgan (Penis) Hoden (Testis) - ist eine tubulöse (schlauchförmige) Drüse - wird von derber bindegewebiger Haut (zum Teil perithoneal Epithel) überzogen - Inneres in Läppchen gegliedert, die Drüsenschläuche enthalten (geschlängelt, tubulös), zwischen den Läppchen je ein Septum, die Septa haben einen zentralen Mittelpunkt und strahlen nach außen - die Drüsenschläuche (Hodenkanälchen) beginnen an der Peripherie und münden in - Hauptgang der Hodenkanälchen => Tubulos contortus - werden abgeführt durch zentrale => Rete testis - Entwicklung der Samenfäden in den Tubuli contorti geht stufen- weise vor sich - Spermabestandteile: Kopf, Hals, Schwanz (ca. 60 ¾ lang) können sich fortbewegen ableitende Samenwege - beginnen innerhalb des Hodens (Rete testis) - Ductuli efferentes => Gang zum Nebenhoden (Epididymis) - Ductus epididymis => Samenspeicher, Wandaufbau: Flimmerepithel - Ductus deferens => Samenleiter, aktives Transportorgan mit starker, glatter, ringförmiger Organmuskulatur, ist befähigt Portionen von Samenzellen (Aufschwemmungen aus dem Nebenhoden) anzusaugen und in die Harn-Samen Röhre (Urethra) zu entleeren => Saug/Druckpumpen Mechanismus - weiterer Verlauf der ableitenden Samenwege: der Harnleiter wird überkreuzt, es schließt sich die Harnblase an, an dieser vorbei, nach Durchtritt der Prostata schließt sich der Urethra an. - Ampulla des Ductus deferens (letztes Stück) heißt auch Ductus ejaculatio Anhangsdrüsen Samenblase liefert alkalisches Sekret für den Samen, die Spermien erhalten hier Fructose als Energieträger für die Fortbewegung Prostata beim Durchtritt durch die Prostata mit ihren vielen Einzeldrüsen, die das Sekret der Prostata bilden, wird dem Sperma Liquior zugefügt Cowpersche Drüsen bilden alkalisches Milieu in der Harn-Samen Röhre vor der Ejakulation, zum Schutz der Spermien (auch akzessorische Drüsen genannt) Penis - Glans penis (Eichel) - Corpus cavernosum (Schwellkörper) - Funktionszustände: - Ruhe - Erektion => Aufrichtung, Versteifung => erforderlich zur Copulation Erregungsphase ausgelöst durch psychische, taktile, optische Reize Folge => starke Blutfülle im genitalen Bereich, dabei kommt es zu einer reflektorischen Beteiligung im Erektionszentrum im Sacralmark Plateauphase Sekretbildung der Cowperschen Drüsen, verstärkte Durchblutung der Glans penis orgastische Phase Entladung des Ejakulates, dabei kommt es zu einer starken Blutdruck-, Puls- und Atem- frequenzsteigerung Rückbildungsphase Drosselung des arteriellen Zuflusses im Genitalbereich bei gleichzeitiger Lösung der venösen Abflußsperren GESCHLECHTSORGANE weibliche: - Geschlechtsdrüsen (Eierstöcke = Ovarium) - Eileiter = Tuba uterina - Gebärmutter = Uterus - Scheide = Vagina - äußere Gechlechtsorgane (große/kleine Schamlippen, Klitoris) Eierstöcke (Ovarium) - intraperitoneal gelegen - enthält verschiedene Entwicklungs- und Rückbildungsstufen der Eifollikel - es gibt dabei den Primär-, Secundär- und Tertiärfollikel - bei Tertiärfollikel kommt es unter zunehmendem Druck des Liquiors zum Follikelsprung => Ovulation - der Cumulus (Höcker des Ovars) wird beim Follikelsprung ausgestoßen, Liquior fließt ab, der Rest des Follikels wird zum Gelbkörper => Corpus luteum Eileiter - intraperitoneal gelegen - ist ein ca. 10-12 cm langer Muskelschlauch mit Schleimhaut- Epithel unf Flimmerepithel - besteht aus einer freien Öffnung in die Bauchhöhle (Peritoneal- höhle), hier ist das Osteum mit trichterförmiger Gestalt. Am äußeren Rand dieses Trichters (Infundibulum) sind mehrere bis zahlreiche Zipfel (Fimbrien) - hier wird das gesprungene Ei aufgenommen und in einen zur Gebärmutter (Uterus) gerichteten Schleimhautstrom weitergeleitet - in der Passage durch die Tube wird das Ei befruchtet - die Tuba uterina unterteilt sich in: Infundibulum (außen), Ampulla (Erweiterung), Isthmus (Verengung), pars Uterina (innen) Gebärmutter (Uterus) - liegt extraperitonär zwischen Harnblase und Mastdarm - Bauchwärts ist sie geknickt (Anteversion) - birnenförmige Gestalt, ca. 7-8 cm lang, auf dem Stiel stehend - besteht aus: - Körper (Corpus uteri) Abgang der Eileiter - Grund (Fundus uteri) - Hals (Cervix uteri) ragt in Scheidenbereich - Mund (Ostium uteri) - das Scheidengewölbe umfasst größere Teile der Gebärmutter, der von dem Scheidengewölbe nicht umfasste Teil ist die Portio vaginalis uteri = Muttermundlippen - im Bereich der Portio öffnet sich der Cervicalkanal im äußeren Muttermund - Aufgabe der Gebärmutter ist es als muskulöses Hohlorgan (Myometrium) mit Schleimhautauskleidung (Endometrium) die befruchtete Eizelle aufzunehmen, und stellt somit ein Nist- und Brutorgan dar - Veränderungen in der Uterusschleimhaut vor einer menstruellen Blutung sind die Vorbereitungen zur Aufnahme des befruchteten Eies - bei keiner Befruchtung => Blutung - bei Befruchtung => bildet sich die Placenta, der Mutterkuchen - die Gebärmutter ist außen bindegewebig und durch glatte Muskulatur mit der seitlichen Beckenwand (parametrien) verbunden. Außerdem besteht eine Verbindung zur Harnblase und zum Mastdarm aus den selben Gewebeformen Scheide (Vagina) - Schlauch, bestehend aus Muskeln und Bindegewebe - es gibt eine Voder- und Hinterwand die durch Muskelzug stabilisiert werden - mit Plattenepithel ausgekleidet äußeres Genital - wird durch die kleinen und großen Labien dargestellt - in unmittelbarer Nähe, über der Öffnung der Urethra (Harnröhre) findet sich das weibliche Geschlechtsglied, die Klitoris Zusammenfassung die Komponenten der weiblichen Geschlechtsfunktionen sind folgendermaßen den Geschlechtsorganen zugeordnet: - Oogenese (Eientwicklung) => Eierstock - Eitransport und Befruchtung => Eileiter - Einnistung und Brutkammer => Gebärmutter - Geburtaustreibungskraft => Gebärmutter - Begattungsorgan und Geburtsweg => Scheide - endokrine Drüse => Eierstock Zeugung Das männliche Geschlechtsprodukt (Sperma) wird bei der Ejakulation an die fortpflanzungsbiologisch geeignete Stelle des weiblichen Genitaltraktes (Scheidengewölbe) gebracht. VERDAUUNGSTRAKT Verdaung - Resorption - Ausscheidung - Geschmackspapillen auf der Zunge - Speiseröhre => muskulöser Schlauch, im Mediastinum gelegen Aufbau: Epithel, glatte Organmuskulatur (ringförmig und längs) Transportfunktion - von ventral: Luftröhre, Speiseröhre, Wirbelsäule - Ernährung parenteral => am Verdauungsweg vorbei intravenös oder subcutan Magen - 1,5 - 2 Liter - unpaariges, muskulöses Hohlorgan im Oberbauch - Wandaufbau: Schleimhaut ringförmige Muskulatur Bauchfell (Peritoneum) - Schleimhaut besteht aus: Hauptzellen liefern Pepsinogen, Schleimstoffe Belegzellen bilden Vorstufe der Magensäure Nebenzellen bilden Schleim-, Schutzstoffe - Eiweiß wird durch Pepsin aufgespalten - Sodbrennen => Verschiebung von Säuren und Basen Dünndarm - ca. 4-5 m lang - aufgeteilt in Duodenum = Zwölffingerdarm Jejunum = Leerdarm Ileum = Krummdarm - ruht auf dem Gekröse, das an der Hinterwand der Bauch höhle befestigt ist - Innenfläche vergrößert durch Zotten - Wandaufbau: Schleimhaut Unterschleimhaut Ringmuskelschicht Längsmuskelschicht Bindegewebe Peritoneum - Gallensaft und Bauchspeichel gelengen durch Vatersche Papille (lebenswichtig) in Duodenum - Ferment Lipase aus dem Pankreassaft spaltet Fett in Glycerin und Fettsäuren - Galle verdünnt das Fett vorher - Trypsin, Ferment des Pankreassaft ist wichtig für die Eiweiß- spaltung, Vorstufe => Trypsinogen Dickdarm - durch Klappe (Bauhinsche Klappe) vom Dünndarm getrennt - erster Teil des Dickdarm ist ein blind endender Sack => Blinddarm (Caecum) - am Caecum hängt der Wurmfortsatz (Appendix) - Blinddarm ist ein lymphatisches Organ - Kolibakterien => Fäulnisbakterien - Wand verstärkt durch Taenien => Längsmuskulatur Haustren => querverlaufende Stränge - Kot wird durch Wasserentzug verdichtet - Klappe verhindert, daß Bakterien in den - Stuhl der stinkt zeigt, daß die Ernährung nicht in Ordnung ist Bauchspeicheldrüse (Pankreas) - umgeben von Peritoneum - unpaariges Bauchorgan - querliegend, etwas oberhalb des Nabels - kombinierte Drüse, exkretorisch hauptsächlich im Kopf und angrenzendem Corpus, inkretorisch hauptsächlich hinterer Corpus - Schwanz ragt in Hilus der Milz - Kopf durch Vatersche Papille in Duodenum - inkretorisch wird Insulin gebildet - ohne Pankreas Enzym kann der Mensch nicht leben HORMONE - Wirkstoffe, wirken auf Abläufe - werden in endokrinen Drüsen gebildet - Hypophyse regelt die Ausschüttung der Hormone Hypophyse - übergeordnetes Zentrum für endokrine Organe (teilweise exokrine) - verantwortlich für die konstante Hormonproduktion im Blut - Hypothalamus unterstützt diesen Regelkreis Aufbau: - 2 Lappen, hinterer und vorderer - hängt am Hypophysenstiel - liegt auf Türkensattel (sella turcica) Teil des Keilbeines der Schädelbasis - haselnußgroß - vorderer Lappen => Adenohypophyse - hinterer Lappen => Neurohypophyse Hormone des Vorderlappen STH => Somatotropes Hormon - Wachstumshormon - stimuliert das Längenwachstum der Röhrenknochen des Jugendlichen an der Epiphysenfuge - steigert die Eiweißsynthese - hemmt die Glucosezufuhr glandotrope Hormone (auf Drüsen wirkend) ACTH => adrenocorticotropes Hormon für die Nebenniere, speziell für Glucocorticoide TSH => thyreotropes Hormon für die Schilddrüse (Glandothyreoidea) T4 = Thyroxin und T3 = Thyronin Produktion LTH => lactotropes Hormon wirkt auf die Brustdrüsen (exokrin) regelt die Milchproduktion gonadotrope Hormone (auf Keimdrüsen wirkend) FSH => Follikel stimulierendes Hormon Männer: Entwicklung der Hodenkanälchen Reifung der Samenzellen Frauen: Reifung der Primärfollikel zum sprungreifen Tertiärfollikel, Produktion von Östrogen LH => luteinesierendes Hormon Männer: Produktion von Testosteron Frauen: Aufbau des Gelbkörpers aus Resten des gesprungen Tertiärfollikel Produktion von Östradiol und Progesteron Hormone des Hinterlappen Oxytocin wirkt auf glatte Organmuskulatur a) Uterusmuskulatur b) Muskulatur der Milchdrüsengänge Adiretin Antidiuretisches Hormon ADH auch Vasopressin fördert die Rückresorption des Wasser in der Niere wirkt besonders am distalen Teil des Nephron Nebennier = Glandula suprarenalis - endokrine Drüse - auf dem oberen Pol der Niere - 10 g schwer - stark vaskularisiert => große Gefäßoberfläche - Rinde bildet mehr Hormone als das Mark - 3 Produktionsstätten in der Rinde => Zona glomerulosa Hormon: Mineralocorticoide: Aldestoron Wirkung: Erhöht in der Niere die Kaliumausscheidung un Natrium- rückresorption Zona fasciculata Hormon: Glucocorticoide: Cortisol + Corticosteron Wirkung: - erhöht Blutzuckerspiegel, durch Glykogenabbau in der Leber und Neubildung von Zucker => Gluconeogenese - hemmt Entzündungen - hemmt Immunreaktionen und Infektabwehr, Lymphozytenzahl und eosinophile Leukozyten nehmen ab - Erythrozyten, Thrombozyten, neutrophile Granulozyten werden vermehrt - erhöht Abgabe von Gerinnungsfaktoren ins Plasma Zona reticulosa Hormon: Androgene: Testosteron Wirkung: Vermännlichung (tiefe Stimme, Bartwuchs) Nebennierenmark Hormon: Noradrenalin Wirkung: Kontraktion der glatten Muskulatur in kleinen Arterien führt zum Blutdruckanstieg Hormon: Adrenalin Wirkung: - Anstieg des Herzminutenvolumens => Tachykardie - Glykogenabbau zu Glucose => Anstieg Blutzuckerspiegel - Fettsäurefreisetzung aus Fettdepots Bauchspeicheldrüse = Pankreas - lebenswichtig - siehe Dünndarm - Trypsinogen => Vorferment => exkretorisch wird nach Durchtritt des Bauchspeichels durch die Vatersche Papille zu Trypsin aktiviert => Eiweißspaltung - die hormonaktiven Zellgruppen => Langerhans'sche Inseln finden finden sich bevorzugt in Cauda (Schwanz) und Corpus des Pankreas. Die endokrinen Zellhaufen sind im exkretorischen Anteil der Drüse verteilt und setzen sich hauptsächlich aus A- und B-Zellen zusammen. - A-Zellen => bilden Glukagon - B-Zellen => bilden Insulin Glukagon - Abbau von Glykogen in der Leber wird angeregt und Glucose in das Blut freigegeben => Anstieg Blutzuckerspiegel - Beim Hungern beeinflußt Glukagon die Synthese von Zucker zu Aminosäuren => Gluconeogenese Insulin - Erhöht Aufnahmebereitschaft vor allem von Leber- und Muskelzellen für Glucose. Hilft beim Aufbau des Leber- und Muskelglykogens (Speicherform der Glucose) - Regt den Aufbau körpereigener Eiweiße an und senkt dadurch den Aminosäurespiegel im Serum - Ablagerung von Fetten in den Fettspeichern wird begünstigt,der Abbau vorhandener Fettspeicher wird verzögert Diabetes mellitus - angeboren - durch Stoffwechselumstellung nach den Wechseljahren - hauptsächlich bei Übergewicht - nach Pankreatitis Therapie: - Insulin spritzen - spezielle Ernährung DAS OHR - paariges Sinnesorgan äußeres Ohr - Ohrmuschel aus elastischem Bindegewebe - Gehörgang, trichterförmig durch Schläfenbein ausgekleidet mit drüsenreicher Haut => Ohrenschmalz (Cerumen) - Trommelfell, dünne bindegewebige Haut, 8-10 mm ’ Mittelohr - Paukenhöhle ausgekleidet mit Endothel, Luft gefüllt, Druck wie außen weil über Eustachische Röhre mit Nasenraum verbunden - Hammer Amboß Steigbügel => Gehörknöchelchenkette Hammer mit Fortsatz mit Trommelfell verwachsen Kopf des Hammers am Körper des Amboß, dieser mit Fortsatz nach rechtwinkliger Abknickung mit dem Steigbügelköpfchen verwachsen Steigbügel mit Fußplatte am ovalen Fenster elastisch befestigt Innenohr - ovales Fenster verschlossen vom Steigbügel - Labyrinth in 3 Ebenen angeordnet, Bogengänge für das Gleichgewicht - Schnecke enthält Cortisches Organ => Hören - Flüssigkeit => Endolymphe für Gleichgewichts- sinn in Schnecke und Bogengängen Schallübertragung Trommelfell => Gehörknöchelchen => ovales Fenster => Endolymphe => Cortisches Organ => Basilmembran => darauf Härchen => diese reizen Deckmembran => diese ist Teil des N. cochleae tiefe Töne => Spitze der Schnecke hohe Töne => Basis der Schnecke Mastoidzellen Resonanzraum des Ohres im Knochen HAUT = CUTIS 3 Schichten => - Oberhaut - Lederhaut - Unterhaut Oberhaut => Epidermis - Deckgewebe => breites Plattenepithel - oberflächliche Hornschicht - Keimschicht => bildet neue Hornschicht Lederhaut => Corium - Bindgewebe - elastisches Gewebe - enthält feine Kapillaren Unterhaut => Subcutis - Bindegewebe - Unterhautfettgewebe Haare nicht behaart: - Handinnenflächen - Fußsohlen - Finger-, Fußnägel behaarte Haut hat schwächere Epidermis als unbehaarte Aufbau: - Haarschaft - Haarwurzel - Haarzwiebel (Haarbulbus) - Haarpapille Haare sind immer schräg eingebaut, glatte Muskeln (Mm. arrectores pilorum) können die Haare aufrichten => Gänsehaut Nägel Nagelplatte ist eine Hornplatte. Sie entspricht etwa dem Gewebe, das in der Epidermis verhornt. Die Nagelplatte liegt auf dem Nagelbett dessen hinterster Teil (proximal) aus der Nagelwurzel besteht. Nagelbett ist umgeben vom Nagelwall bzw. Nagelpfalz Talgdrüse Talg- und Knäueldrüsen sind die wichtigsten Drüsen der Haut. Wobei die Schweißdrüsen zu den Knäueldrüsen zählen Duftdrüse an bestimmten Lokalitäten Gefäße feines Netz von Arterien/Venen in der Lederhaut und Epidermis enthält keine Gefäße Nerven im Zwischenzellenraum fließt die Lymphe Nerven => Tast-, Lamellenkörperchen in der Unterhaut Aufgabe und Funktion der Haut Umhüllung des ganzen Körpers Schranke zwischen Außen und Innen Kontaktorgan für Beziehung Körpergeschehen/Umwelt Schutzorgan passiv: - gegen schädliche Einflüße von außen Hornschicht => Druck, Schlag, Reibung, Stoß chemische Einflüße, Hitze Strahlung - Verhinderung von zu starker Abdunstung von Wasser aktiv: Lederhaut: Zellen (Histiocyten) die Granulocyten aus Blutbahn phagocytieren, sie sammeln sich (Infiltration) und phagocytieren als neutrale Zellgruppen die eingedrungenen Infektionserreger Regelung des Wärmehaushaltes Wärmeausgleich (Thermoregulation) => wichtigstes Organ dafür ist die Haut Je nach Durchblutungssteigerung oder -abfall liegen unterschiedliche Wärmeverhältnisse vor. 3/4 der Wärmeabgabe erfolgt durch Wärmestrahlung oder Wärmeleitung, 1/4 durch Verdunstung Die Verdunstung von Schweiß entzieht dem Körper Kalorien, diese sind notwendig um eine Flüssigkeit in Dampfgas umzuwandeln Kreislaufregulation weitverzweigte Gefäßnetze können Blut aufnehmen und abgeben Sekretionsorgan Talgdrüsen produzieren ein öliges Sekret => Talg für Geschmeidigkeit der Haut pH-Wert 5,5 => leicht sauer => Säuremantel und Talgfilm hemmen Bakterienwachstum Talgabsonderung wird zentral durch die Hypophyse gesteuert Exkretion Absonderung von Schweiß, Duftdrüsen ca 200 Mio kleine Schweißdrüsen münden an der Körperoberfläche, besonders an Handflächen und Fußsohlen Exkret besteht aus: 98% Wasser Harnstoff Aminosäuren Medikamentenreste u.a. Sinnesfunktionen Berührungsempfinden Oberflächensensibilität wird durch ca 1/2 Mio Tastkörperchen aufgenommen. Bei Neugeborenen übernehmen Zunge und Lippen die Hauptfunktionen, beim Erwachsenen die Fingerspitzen Temperaturempfinden an den Endbereichen der Nervenkörperchen die gesamte Körperoberfläche enthält ca 250.000 Kälte- und 30.000 Wärmepunkte, hauptsächlich zur Differenzierung von Temperaturen Schmerz freie Nervenendigungen empfinden den Schmerz Schmerz wacht über unsere Sicherheit Körper ist anpassungsfähig, ständiger Schmerz wird zu weilen nicht empfunden Vibrationsempfindungen werden über die Oberflächen- und Tifensensibilität wahrgenommen Atemfunktion 1-2% des Gasaustausches bestreitet die Haut Sauerstoff wird nur aufgenommen Kohlendioxid auch abgegeben Ausdrucksfunktion das Körperrelief hängt weitgehend vom Bau der Haut und ihrer Qualität ab, sowie vom darunterliegenden subcutanen Fettgewebe
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