PHYSIOLOGIE          


       Die Lehre von der Funktion des menschlichen Körpers


Das Herz

liegt in der Brusthöhle ==> Mediastinum  

die Größe entspricht ungefähr der Größe der eigenen Faust
Vergrößerung durch Beanspruchung (Sport)

eingepackt in Herzbeutel ==> Pericard  
Die innerste Auskleidungsschicht des Pericard ist Endotel

Herz hat Spitze und Basis
Spitze zeigt nach lateral links
Basis zeigt nach cranial

Zwischen Herz und Pericard Gleitflüssigkeit aus Drüsenepitel

Der Mensch hat ca. 5 - 7 Liter Blut


Rechte Herzhälfte

Unterteilt in Vorhof     => Atrium  
              Herzkammer => Ventriculum 

Von der linken Hälfte durch undurchlässige Herzscheidewand getrennt

Das Blut strömt vom Körper durch eine Vene in den rechten Vorhof
Von dort durch die 3 zipflige Segelklappe  in die rechte Herzkammer
dann durch eine Arterie zur Lunge


Linke Herzhälfte

Unterteilt wie Rechte

Das Blut strömt durch die Lungenvene in den linken Vorhof
Von dort durch die 2 zipflige Segelklappe  in die linke Herzkammer
dann durch die Aorta in den Körper

Die Herzklappen werden durch Pappilare Muskeln  gehalten


Die Herzwand besteht aus drei Schichten:

außen    ==> Epicard
innen    ==> Endocard
mitte    ==> Myocard (quergestreifte Herzmuskulatur)



Die Übersäuerung des Gehirns durch CO2 zwingt das zentrale Nervensystem 
einen Impuls an das Herz zu senden ==> Kontraktion

Der Impuls erreicht das Herz am Sinusknoten  (Hinterwand Atrium rechts)
             weitergeleitet zum AV - Knoten  (Zentrum)
             gebremst durch das Hiss'sche Bündel  (Unter AV - Knoten)
             verteilt Über zwei Schenkel  (rechts und links)
                    von dort in Purkenje Fasern  



         ATMUNG


ATMUNGSORGANE: obere Luftwege: - Mund
                               - Nase
                               - Rachenraum
                               - Luftröhre

              untere Luftwege: - Bronchien
                               - Lunge

                quergestreifte Skelettmuskulatur

Inspiration: M. Pectoralis minor/maior, Intercostal Muskulatur
Expiration:  M. Latissimus dorsi

                      glatte Organmuskulatur

Zwergfell = Diaphragma

Die Trachea = Luftröhre wird durch Knorpelspangen offengehalten,
genauso die Bronchien
Ab Segmentbronchien durch unregelmäßig verteilte hyaline 
Knorpelstückchen
Die Alveolen werden von elastischem Gewebe gehalten

Respirationsepithel befindet sich in den Bronchien und der Trachea

Sputum: Schleim aus Bronchien und Trachea
        3-schichtig => feste, scheimige, flüssige Bestandteile
        zum Anfeuchten der Atemluft
        wird durch Flimmerhaare rachenwärts befördert

Pleura costalis (Rippenfell) und Pleura visceralis (Lungenfell)
bildenden Pleuraspalt => flüssigkeitsgefüllt, Unterdruck
==>> Adhäsionskräfte zwischen Brustkorb und Lunge

Pneumothorax => Einstich in Thorax, bei Einatmen gelangt Luft in
                den Pleuraspalt, die beim Ausatmen nicht 
                wieder Entweichen kann, die Lunge wird auf der
                betroffenen Seite zusammengedrückt

Erste Hilfe durch luftdichtes Abdecken des Einstiches

Gasaustausch: in den Alveolen durch unterschiedlichen Partialdruck
              Alveole mehr O2, weniger CO2 als Blutgefäß    

Atemzentrum: in der Medulla oblongata, steuert die Atmung über 
             den erhöhten CO2 Gehalt des Blutes (Übersäuerung)
 
     VERDAUUNG



                            Mundhöhle

Mundspeichel aus Drüsen (3 Stück)
Bestandteile: Ptyalin
              Ferment Maltase, spaltet Kohlenhydrate

zerkleinern der Nahrung, Oberfäche angriffsfähig machen, Rührwerk

ist über Eustachische Röhre mit Mittelohr (Paukenhöhle) verbunden
=> Gruckausgleich wird dadurch ermöglicht

Zunge: - Bedeutung beim Sprechen
       - Geschmackspapillen: vorne süß, hinten bitter
       - mit Schleimhaut überzogen


                             Schlund

- mit Schleimhaut ausgekleideter Muskelschlauch
- Kreuzung von Speise- und Luftweg
- nach vorne geht er über in die Mundhöhle
- caudal mündet er in den Kehlkopf
- Kehldeckel verschließt beim Schlucken die Luftröhre (Kehlkopf)
- Luftröhre wird dabei nach oben gezogen
- Es bildet sich ein Trichter zur Speiseröhre


                       Mandeln / Torsillen

- gehören zum Lymphatischen System
- Reinigungsorgan um auftretende Infektionen abzufangen
- verschwinden bis zum ca. 30sten Lebensjahr
- Entfernung nur noch wenn von vielen Entzündungen zerklüftet


                    Speiseröhre / Oesophagus

- Verbindung Schlund / Magen
- Transportorgan mit Peristaltik
- ausgekleidet mit Schleimhaut
- 3 Engstellen: Ringknorpel
                Aufteilung Luftröhre
                Zwergfelldurchtritt
- 25 cm lang, dehnbar bis 3 cm Durchmesser
- durch obere Thoraxöffnung ins Mediastinum, dorsal des 
  Herzbeutels, durch Zwergfell in Bauchhöhle
                           Peritoneum

- Bauchfell
- seröse Haut
- kleidet die Bauchhöhle von innen aus
 

                              Magen

Lage: - im Oberbauch links und in der Mitte
      - kranial Zwergfell
      - caudal  Quercolon
      - dorsal  Bauchspeicheldrüse
      - ventral linker Rippenbogen
      - links   Milz
      - rechts  Leber

Teile: - Cardia  - Mageneingang (Säuredusche)
       - Fundus  - Boden, Grund
       - Corpus  - Körper
       - Antrum  - Höhle
       - Pylorus - Mageneingang
       - kleine Kurvatur - rechte Kurve
       - große Kurvatur  - linke Kurve

Magenschleimhaut: Epithelzellen

- Belegzellen zur Bildung der Vorstufe der Magensäure
- Hauptzellen zur Bildung von Pepsinogen und versch. Schleimstoffe
- Nebenzellen zur Bildung von Schleim- und Schutzstoffen
- Gastrinzellen zur Bildung des Hormons Gastrin

Magensäure ist Salzsäure HCL für Eiweißfällung
=> auch bakterizide Wirkung (desinfizierende) ca. 2 Liter

Am Eingang ist die Säurekonzentration niedriger als am Ausgang

Magen gibt Speisebrei portionsweise weiter an =>


                    Duodeum = Zwölffingerdarm

- Teil des Dünndarm
- ca. 25 cm lang
- aus Wanddrüsen und Sekreten der Leber und der Bauchspeicheldrüse
  entsteht ein alkalisches Milieu 
  => der Speisebrei wird neutralisiert

          HERZ



Warum schlägt das Herz ?

- Atemzentrum schickt Impulse an ZNS wenn Gehirn übersäuert ist
  => CO2 Überschuß

- Partialdruck des Sauerstoff bestimmt Herzfrequenz
  wenig Sauerstoff => hoher Puls
  normal:  Puls 60
           Atemfrequenz 15

  Gebirge: Puls 120 - 150
           Atemfequenz 30

-  Herzfrequenz ist abhängig von der zu leistenden Arbeit des 
   Körpers (Ergometrie)
   - Thermik
   - Fieber => hoch
   - Schock => hoch
   - Vergiftung => Alkohol => niedrig wegen Vasodilatation


Reizleitungssystem

- Hypotalamus
  => Sinusknoten (Rückseite Vorhof rechts)
  => AV-Knoten   (Atrium-Ventrikel-Knoten an Herzscheidewand)
  => Hißsches Bündel
  => Purkenje Fasern

bei Fehlern in der Reizleitung treten Herzrythmusstörungen auf


EKG (Elektrokardiogramm)

- Untersuchung der Reizleitung
- Spitzen => maximale Kontraktion
- Täler   => maximale Erschlaffung

          BLUT



Plasma    flüssig, hauptsächlich Wasser + Mineralien + Vitamine
          + Eiweiß (Globine, Albumine) + Immunstoffe + Hormone
          + Fett
          Die Flüssigkeit kommt aus dem interzellulären Raum
          + Lymphflüssigkeit + Flüssigkeit des Serums


Serum     fest => Erythrozyten => rot  => Vorstufe Reticulozythen
               => Leukozyten  => weiß
               => Trombozyten => Blutplättchen
          


Die Blutzusammensetzung ist an allen Körperstellen gleich aufgrund
des osmotischen Druckes der festen Bestandteile.

Fett      kommt über die Lymphe des Dünndarms ins Blut


Anämie    Mangel an Erythrozyten durch => Eisenmangel
                                       => Blutung
                                       => Krebs
                                       => Bandwurm



    GESCHLECHTSORGANE




männliche: - Drüsen (Hoden)
           - ableitende Samenwege (Nebenhoden, Samenleiter, 
                                   Sinus urogenitalis)
           - Anhangsdrüsen der Samenwege (Bläschendrüsen, Prostata,
                                          Glandulae bulbouretralis
                                          die ihr Sekret der Samen-
                                          flüssigkeit beimengen)
           - Copulationsorgan (Penis)



                          Hoden (Testis)

- ist eine tubulöse (schlauchförmige) Drüse
- wird von derber bindegewebiger Haut (zum Teil perithoneal Epithel)
  überzogen
- Inneres in Läppchen gegliedert, die Drüsenschläuche enthalten
  (geschlängelt, tubulös), zwischen den Läppchen je ein Septum,
  die Septa haben einen zentralen Mittelpunkt und strahlen 
  nach außen
- die Drüsenschläuche (Hodenkanälchen) beginnen an der Peripherie
  und münden in
- Hauptgang der Hodenkanälchen => Tubulos contortus
- werden abgeführt durch zentrale => Rete testis
- Entwicklung der Samenfäden in den Tubuli contorti geht stufen-
  weise vor sich
- Spermabestandteile: Kopf, Hals, Schwanz (ca. 60 ¾ lang)
  können sich fortbewegen



                       ableitende Samenwege 

- beginnen innerhalb des Hodens (Rete testis)
- Ductuli efferentes => Gang zum Nebenhoden (Epididymis)
- Ductus epididymis  => Samenspeicher, Wandaufbau: Flimmerepithel
- Ductus deferens    => Samenleiter, aktives Transportorgan
                        mit starker, glatter, ringförmiger
                        Organmuskulatur, ist befähigt Portionen
                        von Samenzellen (Aufschwemmungen aus dem
                        Nebenhoden) anzusaugen und in die
                        Harn-Samen Röhre (Urethra) zu entleeren
                        => Saug/Druckpumpen Mechanismus
- weiterer Verlauf der ableitenden Samenwege:
  der Harnleiter wird überkreuzt, es schließt sich die Harnblase an,
  an dieser vorbei, nach Durchtritt der Prostata schließt sich
  der Urethra an.
- Ampulla des Ductus deferens (letztes Stück) heißt auch 
  Ductus ejaculatio

                          Anhangsdrüsen

Samenblase     liefert alkalisches Sekret für den Samen,
               die Spermien erhalten hier Fructose als 
               Energieträger für die Fortbewegung

Prostata       beim Durchtritt durch die Prostata mit ihren vielen
               Einzeldrüsen, die das Sekret der Prostata bilden,
               wird dem Sperma Liquior zugefügt

Cowpersche Drüsen   bilden alkalisches Milieu in der Harn-Samen
                    Röhre vor der Ejakulation, zum Schutz der 
                    Spermien
                    (auch akzessorische Drüsen genannt)



                              Penis

- Glans penis (Eichel)
- Corpus cavernosum (Schwellkörper)
- Funktionszustände: - Ruhe
                     - Erektion => Aufrichtung, Versteifung
                                => erforderlich zur Copulation



Erregungsphase      ausgelöst durch psychische, taktile, optische
                    Reize
                    Folge => starke Blutfülle im genitalen Bereich,
                             dabei kommt es zu einer reflektorischen
                             Beteiligung im Erektionszentrum im
                             Sacralmark


Plateauphase        Sekretbildung der Cowperschen Drüsen,
                    verstärkte Durchblutung der Glans penis


orgastische Phase   Entladung des Ejakulates, dabei kommt es zu
                    einer starken Blutdruck-, Puls- und Atem-
                    frequenzsteigerung


Rückbildungsphase   Drosselung des arteriellen Zuflusses
                    im Genitalbereich bei gleichzeitiger Lösung
                    der venösen Abflußsperren


    GESCHLECHTSORGANE




weibliche: - Geschlechtsdrüsen (Eierstöcke = Ovarium)
           - Eileiter = Tuba uterina
           - Gebärmutter = Uterus
           - Scheide = Vagina
           - äußere Gechlechtsorgane (große/kleine Schamlippen,
                                      Klitoris)


                       Eierstöcke (Ovarium)

- intraperitoneal gelegen
- enthält verschiedene Entwicklungs- und Rückbildungsstufen der
  Eifollikel
- es gibt dabei den Primär-, Secundär- und Tertiärfollikel
- bei Tertiärfollikel kommt es unter zunehmendem Druck des
  Liquiors zum Follikelsprung => Ovulation
- der Cumulus (Höcker des Ovars) wird beim Follikelsprung
  ausgestoßen, Liquior fließt ab, der Rest des Follikels wird
  zum Gelbkörper => Corpus luteum


                             Eileiter

- intraperitoneal gelegen
- ist ein ca. 10-12 cm langer Muskelschlauch mit Schleimhaut-
  Epithel unf Flimmerepithel
- besteht aus einer freien Öffnung in die Bauchhöhle (Peritoneal-
  höhle), hier ist das Osteum mit trichterförmiger Gestalt.
  Am äußeren Rand dieses Trichters (Infundibulum) sind mehrere
  bis zahlreiche Zipfel (Fimbrien)
- hier wird das gesprungene Ei aufgenommen und in einen zur
  Gebärmutter (Uterus) gerichteten Schleimhautstrom weitergeleitet
- in der Passage durch die Tube wird das Ei befruchtet
- die Tuba uterina unterteilt sich in: Infundibulum (außen),
  Ampulla (Erweiterung), Isthmus (Verengung), pars Uterina (innen)


                       Gebärmutter (Uterus)

- liegt extraperitonär zwischen Harnblase und Mastdarm
- Bauchwärts ist sie geknickt (Anteversion)
- birnenförmige Gestalt, ca. 7-8 cm lang, auf dem Stiel stehend
- besteht aus: - Körper (Corpus uteri) Abgang der Eileiter
               - Grund  (Fundus uteri) 
               - Hals   (Cervix uteri) ragt in Scheidenbereich
               - Mund   (Ostium uteri)
- das Scheidengewölbe umfasst größere Teile der Gebärmutter,
  der von dem Scheidengewölbe nicht umfasste Teil ist die
  Portio vaginalis uteri = Muttermundlippen
- im Bereich der Portio öffnet sich der Cervicalkanal im 
  äußeren Muttermund 
- Aufgabe der Gebärmutter ist es als muskulöses Hohlorgan
  (Myometrium) mit Schleimhautauskleidung (Endometrium) die
  befruchtete Eizelle aufzunehmen, und stellt somit ein Nist- und
  Brutorgan dar
- Veränderungen in der Uterusschleimhaut vor einer menstruellen
  Blutung sind die Vorbereitungen zur Aufnahme des befruchteten Eies
- bei keiner Befruchtung => Blutung
- bei Befruchtung => bildet sich die Placenta, der Mutterkuchen  
- die Gebärmutter ist außen bindegewebig und durch glatte Muskulatur
  mit der seitlichen Beckenwand (parametrien) verbunden.
  Außerdem besteht eine Verbindung zur Harnblase und zum Mastdarm
  aus den selben Gewebeformen

                         Scheide (Vagina)

- Schlauch, bestehend aus Muskeln und Bindegewebe
- es gibt eine Voder- und Hinterwand die durch Muskelzug 
  stabilisiert werden
- mit Plattenepithel ausgekleidet

                         äußeres  Genital

- wird durch die kleinen und großen Labien dargestellt
- in unmittelbarer Nähe, über der Öffnung der Urethra (Harnröhre)
  findet sich das weibliche Geschlechtsglied, die Klitoris

                         Zusammenfassung

die Komponenten der weiblichen Geschlechtsfunktionen sind 
folgendermaßen den Geschlechtsorganen zugeordnet:
- Oogenese (Eientwicklung)          => Eierstock
- Eitransport und Befruchtung       => Eileiter
- Einnistung und Brutkammer         => Gebärmutter
- Geburtaustreibungskraft           => Gebärmutter
- Begattungsorgan und Geburtsweg    => Scheide
- endokrine Drüse                   => Eierstock

                             Zeugung

Das männliche Geschlechtsprodukt (Sperma) wird bei der Ejakulation
an die fortpflanzungsbiologisch geeignete Stelle des weiblichen
Genitaltraktes (Scheidengewölbe) gebracht.
     VERDAUUNGSTRAKT




               Verdaung - Resorption - Ausscheidung


- Geschmackspapillen auf der Zunge
- Speiseröhre => muskulöser Schlauch, im Mediastinum gelegen
                 Aufbau: Epithel, glatte Organmuskulatur
                                  (ringförmig und längs)
                 Transportfunktion
- von ventral: Luftröhre, Speiseröhre, Wirbelsäule
- Ernährung parenteral => am Verdauungsweg vorbei
                          intravenös oder subcutan


                              Magen

- 1,5 - 2 Liter
- unpaariges, muskulöses Hohlorgan im Oberbauch
- Wandaufbau: Schleimhaut
              ringförmige Muskulatur
              Bauchfell (Peritoneum)

- Schleimhaut besteht aus: Hauptzellen
                           liefern Pepsinogen, Schleimstoffe

                            Belegzellen
                            bilden Vorstufe der Magensäure

                            Nebenzellen
                            bilden Schleim-, Schutzstoffe
           
- Eiweiß wird durch Pepsin aufgespalten 

- Sodbrennen => Verschiebung von Säuren und Basen



                             Dünndarm

- ca. 4-5 m lang
- aufgeteilt in Duodenum = Zwölffingerdarm
                Jejunum  = Leerdarm
                Ileum    = Krummdarm
- ruht auf dem Gekröse, das an der Hinterwand der Bauch höhle 
  befestigt ist
- Innenfläche vergrößert durch Zotten
- Wandaufbau: Schleimhaut
              Unterschleimhaut
              Ringmuskelschicht
              Längsmuskelschicht  
              Bindegewebe
              Peritoneum
- Gallensaft und Bauchspeichel gelengen durch Vatersche Papille 
  (lebenswichtig) in Duodenum
- Ferment Lipase aus dem Pankreassaft spaltet Fett in Glycerin und 
  Fettsäuren
- Galle verdünnt das Fett vorher
- Trypsin, Ferment des Pankreassaft ist wichtig für die Eiweiß-
  spaltung, Vorstufe => Trypsinogen



                             Dickdarm     

- durch Klappe (Bauhinsche Klappe) vom Dünndarm getrennt
- erster Teil des Dickdarm ist ein blind endender Sack
  => Blinddarm (Caecum)
- am Caecum hängt der Wurmfortsatz (Appendix)
- Blinddarm ist ein lymphatisches Organ
- Kolibakterien => Fäulnisbakterien
- Wand verstärkt durch Taenien  => Längsmuskulatur
                       Haustren => querverlaufende Stränge
- Kot wird durch Wasserentzug verdichtet
- Klappe verhindert, daß Bakterien in den
- Stuhl der stinkt zeigt, daß die Ernährung nicht in Ordnung ist



                  Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

- umgeben von Peritoneum
- unpaariges Bauchorgan
- querliegend, etwas oberhalb des Nabels
- kombinierte Drüse, exkretorisch hauptsächlich im Kopf und
  angrenzendem Corpus, inkretorisch hauptsächlich hinterer Corpus
- Schwanz ragt in Hilus der Milz
- Kopf durch Vatersche Papille in Duodenum
- inkretorisch wird Insulin gebildet
- ohne Pankreas Enzym kann der Mensch nicht leben




         HORMONE




- Wirkstoffe, wirken auf Abläufe
- werden in endokrinen Drüsen gebildet
- Hypophyse regelt die Ausschüttung der Hormone



                            Hypophyse

- übergeordnetes Zentrum für endokrine Organe (teilweise exokrine)
- verantwortlich für die konstante Hormonproduktion im Blut
- Hypothalamus unterstützt diesen Regelkreis

Aufbau:             - 2 Lappen, hinterer und vorderer
                    - hängt am Hypophysenstiel
                    - liegt auf Türkensattel (sella turcica)
                      Teil des Keilbeines der Schädelbasis
                    - haselnußgroß
                    - vorderer Lappen => Adenohypophyse
                    - hinterer Lappen => Neurohypophyse



                     Hormone des Vorderlappen

STH       => Somatotropes Hormon
          
          - Wachstumshormon
          - stimuliert das Längenwachstum der Röhrenknochen des 
            Jugendlichen an der Epiphysenfuge
          - steigert die Eiweißsynthese
          - hemmt die Glucosezufuhr

glandotrope Hormone (auf Drüsen wirkend)

ACTH      => adrenocorticotropes Hormon

          für die Nebenniere, speziell für Glucocorticoide


TSH       => thyreotropes Hormon

          für die Schilddrüse (Glandothyreoidea)
          T4 = Thyroxin  und  T3 = Thyronin  Produktion


LTH       => lactotropes Hormon

          wirkt auf die Brustdrüsen (exokrin)
          regelt die Milchproduktion


gonadotrope Hormone (auf Keimdrüsen wirkend)


FSH       => Follikel stimulierendes Hormon

          Männer: Entwicklung der Hodenkanälchen
                  Reifung der Samenzellen

          Frauen: Reifung der Primärfollikel zum sprungreifen
                  Tertiärfollikel, Produktion von Östrogen


LH        => luteinesierendes Hormon

          Männer: Produktion von Testosteron

          Frauen: Aufbau des Gelbkörpers aus Resten des
                  gesprungen Tertiärfollikel
                  Produktion von Östradiol und Progesteron




                     Hormone des Hinterlappen

Oxytocin  wirkt auf glatte Organmuskulatur
          a) Uterusmuskulatur
          b) Muskulatur der Milchdrüsengänge


Adiretin  Antidiuretisches Hormon ADH
          auch Vasopressin
          fördert die Rückresorption des Wasser in der Niere
          wirkt besonders am distalen Teil des Nephron

                Nebennier = Glandula suprarenalis

- endokrine Drüse
- auf dem oberen Pol der Niere
- 10 g schwer
- stark vaskularisiert => große Gefäßoberfläche
- Rinde bildet mehr Hormone als das Mark
- 3 Produktionsstätten in der Rinde => 

Zona glomerulosa

Hormon:   Mineralocorticoide: Aldestoron

Wirkung:  Erhöht in der Niere die Kaliumausscheidung un Natrium-
          rückresorption


Zona fasciculata

Hormon:   Glucocorticoide: Cortisol + Corticosteron

Wirkung:  - erhöht Blutzuckerspiegel, durch Glykogenabbau in der
            Leber und Neubildung von Zucker => Gluconeogenese
          - hemmt Entzündungen
          - hemmt Immunreaktionen und Infektabwehr, Lymphozytenzahl
            und eosinophile Leukozyten nehmen ab
          - Erythrozyten, Thrombozyten, neutrophile Granulozyten
            werden vermehrt
          - erhöht Abgabe von Gerinnungsfaktoren ins Plasma


Zona reticulosa

Hormon:   Androgene: Testosteron

Wirkung:  Vermännlichung (tiefe Stimme, Bartwuchs)



Nebennierenmark

Hormon:   Noradrenalin

Wirkung:  Kontraktion der glatten Muskulatur in kleinen Arterien 
          führt zum Blutdruckanstieg


Hormon:   Adrenalin

Wirkung:  - Anstieg des Herzminutenvolumens => Tachykardie
          - Glykogenabbau zu Glucose => Anstieg Blutzuckerspiegel
          - Fettsäurefreisetzung aus Fettdepots


                  Bauchspeicheldrüse = Pankreas

- lebenswichtig
- siehe Dünndarm
- Trypsinogen => Vorferment => exkretorisch
  wird nach Durchtritt des Bauchspeichels durch die Vatersche 
  Papille zu Trypsin aktiviert => Eiweißspaltung

- die hormonaktiven Zellgruppen => Langerhans'sche Inseln finden
  finden sich bevorzugt in Cauda (Schwanz) und Corpus des Pankreas.
  Die endokrinen Zellhaufen sind im exkretorischen Anteil der Drüse
  verteilt und setzen sich hauptsächlich aus A- und B-Zellen
  zusammen.
- A-Zellen => bilden Glukagon
- B-Zellen => bilden Insulin

Glukagon  - Abbau von Glykogen in der Leber wird angeregt und Glucose
            in das Blut freigegeben => Anstieg Blutzuckerspiegel
          - Beim Hungern beeinflußt Glukagon die Synthese von Zucker
            zu Aminosäuren => Gluconeogenese

Insulin   - Erhöht Aufnahmebereitschaft vor allem von Leber- und
            Muskelzellen für Glucose. Hilft beim Aufbau des Leber-
            und Muskelglykogens (Speicherform der Glucose)
          - Regt den Aufbau körpereigener Eiweiße an und senkt
            dadurch den Aminosäurespiegel im Serum
          - Ablagerung von Fetten in den Fettspeichern wird 
            begünstigt,der Abbau vorhandener Fettspeicher wird 
            verzögert


Diabetes mellitus

- angeboren
- durch Stoffwechselumstellung nach den Wechseljahren
- hauptsächlich bei Übergewicht
- nach Pankreatitis

Therapie: - Insulin spritzen
          - spezielle Ernährung


         DAS OHR




- paariges Sinnesorgan

äußeres Ohr         - Ohrmuschel aus elastischem Bindegewebe
                    - Gehörgang, trichterförmig durch Schläfenbein
                      ausgekleidet mit drüsenreicher Haut
                      => Ohrenschmalz (Cerumen)
                    - Trommelfell, dünne bindegewebige Haut, 
                      8-10 mm ’

Mittelohr           - Paukenhöhle ausgekleidet mit Endothel, Luft
                      gefüllt, Druck wie außen weil über 
                      Eustachische Röhre
                      mit Nasenraum verbunden
                    - Hammer Amboß Steigbügel => Gehörknöchelchenkette
                      Hammer mit Fortsatz mit Trommelfell verwachsen
                      Kopf des Hammers am Körper des Amboß, dieser
                      mit Fortsatz  nach rechtwinkliger Abknickung
                      mit dem Steigbügelköpfchen verwachsen
                      Steigbügel mit Fußplatte am ovalen Fenster
                      elastisch befestigt  

Innenohr            - ovales Fenster verschlossen vom Steigbügel
                    - Labyrinth in 3 Ebenen angeordnet, Bogengänge
                      für das Gleichgewicht
                    - Schnecke enthält Cortisches Organ => Hören
                    - Flüssigkeit => Endolymphe für Gleichgewichts-
                      sinn in Schnecke und Bogengängen


Schallübertragung   Trommelfell => Gehörknöchelchen
                    => ovales Fenster => Endolymphe => Cortisches
                    Organ => Basilmembran => darauf Härchen
                    => diese reizen Deckmembran => diese ist
                    Teil des N. cochleae

                    tiefe Töne => Spitze der Schnecke

                    hohe Töne  => Basis der Schnecke

Mastoidzellen       Resonanzraum des Ohres im Knochen
      HAUT = CUTIS




3 Schichten => - Oberhaut
               - Lederhaut
               - Unterhaut

Oberhaut  => Epidermis
             - Deckgewebe => breites Plattenepithel
             - oberflächliche Hornschicht
             - Keimschicht => bildet neue Hornschicht

Lederhaut => Corium
             - Bindgewebe
             - elastisches Gewebe
             - enthält feine Kapillaren

Unterhaut => Subcutis
             - Bindegewebe
             - Unterhautfettgewebe

Haare     nicht behaart: - Handinnenflächen
                         - Fußsohlen
                         - Finger-, Fußnägel
          
          behaarte Haut hat schwächere Epidermis als unbehaarte

          Aufbau: - Haarschaft
                  - Haarwurzel
                  - Haarzwiebel (Haarbulbus)
                  - Haarpapille

          Haare sind immer schräg eingebaut, glatte Muskeln
          (Mm. arrectores pilorum) können die Haare aufrichten
          => Gänsehaut

Nägel     Nagelplatte ist eine Hornplatte. Sie entspricht etwa dem
          Gewebe, das in der Epidermis verhornt. Die Nagelplatte
          liegt auf dem Nagelbett dessen hinterster Teil (proximal)
          aus der Nagelwurzel besteht. Nagelbett ist umgeben vom
          Nagelwall bzw. Nagelpfalz

Talgdrüse Talg- und Knäueldrüsen sind die wichtigsten Drüsen der
          Haut. Wobei die Schweißdrüsen zu den Knäueldrüsen zählen

Duftdrüse an bestimmten Lokalitäten

Gefäße    feines Netz von Arterien/Venen in der Lederhaut
und       Epidermis enthält keine Gefäße
Nerven    im Zwischenzellenraum fließt die Lymphe
          Nerven => Tast-, Lamellenkörperchen in der Unterhaut

                  Aufgabe und Funktion der Haut


Umhüllung des ganzen Körpers

Schranke zwischen Außen und Innen

Kontaktorgan für Beziehung Körpergeschehen/Umwelt

Schutzorgan  passiv: - gegen schädliche Einflüße von außen
                       Hornschicht => Druck, Schlag, Reibung, Stoß
                                      chemische Einflüße, Hitze
                                      Strahlung
                     - Verhinderung von zu starker Abdunstung
                       von Wasser

              aktiv: Lederhaut: Zellen (Histiocyten) die 
                     Granulocyten aus Blutbahn phagocytieren,
                     sie sammeln sich (Infiltration) und
                     phagocytieren als neutrale Zellgruppen
                     die eingedrungenen Infektionserreger

Regelung des Wärmehaushaltes
          Wärmeausgleich (Thermoregulation)
          => wichtigstes Organ dafür ist die Haut
          Je nach Durchblutungssteigerung oder -abfall liegen
          unterschiedliche Wärmeverhältnisse vor.
          3/4 der Wärmeabgabe erfolgt durch Wärmestrahlung oder
          Wärmeleitung, 1/4 durch Verdunstung
          Die Verdunstung von Schweiß entzieht dem Körper
          Kalorien, diese sind notwendig um eine Flüssigkeit
          in Dampfgas umzuwandeln

Kreislaufregulation
          weitverzweigte Gefäßnetze können Blut aufnehmen und
          abgeben

Sekretionsorgan
          Talgdrüsen produzieren ein öliges Sekret => Talg
          für Geschmeidigkeit der Haut
          pH-Wert 5,5 => leicht sauer
                      => Säuremantel und Talgfilm hemmen
                         Bakterienwachstum
          Talgabsonderung wird zentral durch die Hypophyse gesteuert

Exkretion Absonderung von Schweiß, Duftdrüsen
          ca 200 Mio kleine Schweißdrüsen münden an der 
          Körperoberfläche, besonders an Handflächen und
          Fußsohlen
          Exkret besteht aus: 98% Wasser
                              Harnstoff
                              Aminosäuren
                              Medikamentenreste
                              u.a.

                         Sinnesfunktionen


Berührungsempfinden
          Oberflächensensibilität wird durch ca 1/2 Mio 
          Tastkörperchen aufgenommen. Bei Neugeborenen übernehmen
          Zunge und Lippen die Hauptfunktionen, beim Erwachsenen
          die Fingerspitzen


Temperaturempfinden
          an den Endbereichen der Nervenkörperchen
          die gesamte Körperoberfläche enthält ca 250.000 Kälte-
          und 30.000 Wärmepunkte, hauptsächlich zur Differenzierung
          von Temperaturen


Schmerz   freie Nervenendigungen empfinden den Schmerz
          Schmerz wacht über unsere Sicherheit
          Körper ist anpassungsfähig, ständiger Schmerz wird zu
          weilen nicht empfunden


Vibrationsempfindungen
          werden über die Oberflächen- und Tifensensibilität
          wahrgenommen


Atemfunktion
          1-2% des Gasaustausches bestreitet die Haut
          Sauerstoff wird nur aufgenommen
          Kohlendioxid auch abgegeben


Ausdrucksfunktion
          das Körperrelief hängt weitgehend vom Bau der Haut und
          ihrer Qualität ab, sowie vom darunterliegenden subcutanen
          Fettgewebe



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